10 unterschätzte SEO-Basics, die Deine Webseite nach vorne bringen

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Viele Webmaster machen sich Gedanken über Branding, Social-Media-Kampagnen, Content Marketing und weitere großen Maßnahmen, um ihre Webseite nach vorne zu bringen. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind die SEO-Basics, die ebenfalls schon großen Einfluss auf Deine Online Marketing Bemühungen haben können. Wir haben 10 der wichtigsten Basics gesammelt, die andere Webmaster oft ignorieren und die Deiner Webseite im Ranking einen gehörigen Vorteil verschaffen können.

1. Sorgfältige, permanente Keyword-Recherche

Seit dem Hummingbird Update ist klar, dass Google im Bereich der Semantik große Fortschritte gemacht hat und den Sinn eines Textes immer besser versteht. Einige haben das als Signal genommen, dass kein Wert mehr auf Keyword-Recherche gelegt werden muss. Das ist nicht korrekt. Die Keyword-Recherche ist wichtig, um das Profil Deiner Webseite zu schärfen. Zu welchen Themen möchtest du gefunden werden? Und welche Themen oder Keywords suchen die Nutzer überhaupt? Diese Fragen musst du zusammenbringen, indem du zum Beispiel mit dem Keyword Planner in AdWords arbeitest. Hier gibst du einfach Dein Hauptthema ein und erhältst eine Vielzahl an Keyword Ideen mit genauem Suchvolumen. Alternativ kannst du auch Deine eigenen Keyword-Ideen eingeben und den Realitätscheck machen, ob nach diesen überhaupt gesucht wird. Schon das Zusammenschreiben von den Wörtern „Fußball Trikot“ oder „Fußballtrikot“ kann Auswirkungen auf das Suchvolumen haben, ebenso Ein- oder Mehrzahl.

Content Marketing und Linkaufbau im Google Trends Vergleich

Gleiches gilt für Fachbezeichnungen von Geräten, die nur branchenintern genutzt werden, zum Beispiel bei „Waschvollautomaten“ vs. dem gebräuchlicheren „Waschmaschinen“. Möchtest Du ein Thema umfassend behandeln, lohnt es sich besonders schnell, die Longtail-Keywords anzugehen. Über Tools wie das kostenlose Übersuggest lassen sich diese herausfinden. Welchen Effekt eine gute Longtail-Recherche auf Rankings und Traffic haben kann, zeigt diese Case Study von Andreas Graap.

2. Meta Title und Descriptions

Diese beiden Elemente stehen bei vielen Webmastern überraschenderweise ganz unten auf der Prioritätenliste, wenn es um die Optimierung der eigenen Webseite geht. Dabei lässt sich hier beeinflussen, wie Deine Webseite in den Suchergebnisseiten angezeigt wird. Der Meta Title it für Google außerdem ein noch immer sehr wichtiger Indikator für Relevanz einer Seite – der jeweils wichtigste Suchbegriff sollte im Titel ganz am Anfang stehen.

Titel und Beschreibung: Die Werbe-Verpackung Deiner Webseite

Mit dem Title und der Meta Description kannst du auch die Neugierde der Suchenden wecken und zum Klick animieren. Es handelt sich also praktisch um einen Teaser, der dabei helfen kann, auch bei schwächeren Rankings Klicks anzuziehen. Denn findet sich das Keyword in Title und Description wieder, wird dieses gefettet und zieht die Blicke der Nutzer auf sich. Die Zeichenzahl für die Meta Description liegt übrigens bei 150 (also 10 mehr als ein Tweet) und beim Title sollte man sich optimaler Weise auf 55 bis 65 Zeichen begrenzen. Google begrenzte den Title ab einer Breite von 512 Pixeln. Die verwendeten Zeichen entscheiden also, ob der Title angezeigt wird. Hier kannst Du Deinen Title testen.

Tipp: Versprich in Title und Description nichts, was du auf deiner Webseite nicht einhalten kannst, sonst können Besucher enttäuscht reagieren und springen ab.

Snippet Optimierung

Bei der Meta Description haben diese Snippet Optimierer teilweise Nachholbedarf

3. Eindeutiger Domainname

Dieser Tipp ist wirklich schnell umzusetzen und wird dennoch oft schlicht vergessen. Deine Webseite sollte nur unter einer eindeutigen Adresse erreichbar sein. Viele Domains sind zum Beispiel unter http://seite.de und http://www.seite.de zu erreichen. Das ist schlecht für den Googlebot, weil dieser beide Versionen crawlt und so zum einen mehr Ressource verbraucht und zum anderen wahllos Unterseiten der beiden Varianten in den Index stellt. Ein klassischer Fall von Duplicate Content. Leite hart auf eine der beiden Varianten um. Infos dazu folgen bei Punkt 6.

4. Sitemap anlegen

Natürlich kann Google selber erkennen, welche Seiten auf deiner Domain vorhanden sind. Aber wenn du eine Sitemap anlegst, weiß Google schon, wo alles ist und findet auch Seiten für den Index, die der Bot vielleicht erst einmal hätte links liegen lassen. Tipps für das Erstellen einer Sitemap findest du direkt bei Google.

5. Interne Verlinkung

Interne Verlinkung wird oft als Möglichkeit genannt, die Page Impressions und Verweildauer der Besucher zu erhöhen. Aber Du kannst mittels interner Verlinkung auch direkten Einfluss auf deine Rankings nehmen! Interne Links signalisieren Google, dass eine Seite sehr wichtig ist. Die Ankertexte der internen Links zeigen Google, zu welchem Suchbegriff die verlinkte Seite relevant ist. Als Ankertexte darfst Du auch harte, kommerzielle Keywords verwenden, wie Preisvergleich, Online-Kredit, KFZ-Versicherung o. ä. Hier findest Du mehr Tipps zur internen Verlinkung.

Beispiel Verlinkung

Wer so extern verlinkt wäre, hätte schnell ein Pinguin-Problem; intern ist es erlaubt

6. 301 Weiterleitungen

Werden Änderungen an der URL-Struktur vorgenommen, müssen 301 Weiterleitungen eingerichtet werden. Diese verraten Google, dass die vorherige Seite nicht mehr existiert und teilen direkt mit, wo diese Informationen nun zu finden sind. Das ist notwendig, um nicht den Linkjuice von eingehenden Verlinkungen zu verlieren. Außerdem sollen Besucher auf keine Fehlerseiten geleitet werden. Wenn eingehende Links auf eine 404-Fehlerseite zeigen, gefällt das Google nicht und es kann zu Rankingverlusten kommen. Selbst große Seiten sind nicht davor gefeit.

7. Canonical Tags

Mit einem Canonical Tag kannst Du Google bei Duplicate oder Near Duplicate Content auf Deiner Webseite darauf hinweisen, welches das zu rankende Dokument ist. Das kann der Fall bei Shops sein, wenn ein Artikel unter mehreren URLs erreichbar ist oder wenn es eine separate Druckversion der Webseite gibt, wie zum Beispiel auf Rezepteseiten. Ein Canonical Tag wird im Head-Bereich der Seite gesetzt und sieht folgendermaßen aus:

<link rel=”canonical” href=”http://www.webseite.de/product.php?item=fussball”/>

Damit wird Google signalisiert, dass diese Seite nicht ranken, sondern der Link im Canonical Tag in den Index soll.

8. Paginierung

Gerade bei großen Webseiten mit einer Vielzahl an Unterseiten kann es sehr schnell Probleme mit der Paginierung geben. Denn ältere Artikel rutschen schnell nach unten in der Ebenenstruktur der Webseite, auf der der Crawler dann nicht mehr so häufig vorbeischaut. Eine Abhilfe ist die schon erwähnte Sitemap, aber man kann auch bei der Paginierung effektiver arbeiten. Möglichkeiten für die Paginierung sind:

  • ausgehend von der aktuellen Unterseite in beide Richtungen gleich viele Unterseiten verlinken
  • in festgelegten Schritten Unterseiten verlinken, wie in diesem Beispiel

Beispiel Paginierung

Die Krönung in diesem Bereich – wenn auch schwerer umzusetzen – ist aber eine logarithmische Verlinkung. Hier wird nicht in festen Schritten, sondern eben nach dem angewandten Logarithmus verlinkt. Hier findest du mehr Infos dazu. Auch wenn Du so eine Paginierung nicht verwendest, solltest du zumindest die ersten beiden Methoden in Betracht ziehen, damit Deine Rankings nicht mit der Zeit für bestimmte Unterseiten nachlassen, weil sie in den Hintergrund der Seitenstruktur rutschen.

9. Local SEO mit Google

Nicht nur für lokale Unternehmen ist Local SEO wichtig. Generell solltest Du Dich immer bei den Local-Diensten von Google eintragen, damit du in Google Maps angezeigt wirst und vor allem bei Brand Searches oben rechts deine eigene Knowledge Graph Box bekommst.

Local SEO mit Google

Den größten Effekt mit Local SEO erzielst du natürlich, wenn Du wirklich ein lokales Geschäft hast und lokale Suchen durchgeführt werden, wie zum Beispiel „Dachdecker Bochum“. Leider macht es einem Google hier nicht leicht, weil die Dienste ständig wechseln oder unter neuem Namen firmieren. Aktuell gibt es den Dienst Google My Business, der endlich Ordnung in das vorher herrschende Chaos zwischen Google Places, Google+ Local und Google Maps für Unternehmer bringen soll. Wer sein Unternehmen hier einträgt, wird automatisch in Google Maps, der Google Suche und Google+ angezeigt. Alle Informationen können also zentral verwaltet werden.

10. Bleib dran

Der abschließende Tipp ist vielleicht der wichtigste: bleib dran, bleib auf dem Laufenden, produziere erstklassige neue Inhalte und optimiere Deine Seitenstruktur. Mach so viel Online-PR wie nötig, lege den Schwerpunkt im SEO aber immer auf die Qualität Deiner eigenen Seite. Eine Top-Seite zu besitzen und wachsen zu lassen, ist eine Investition, die sich nachhaltig auszahlt. Verirre Dich also nicht in 100 Spielereien, sondern baue solide Deinen Traffic aus, in dem Du ein guter Webmaster bist.

Alles im Auge behalten – Tools sind unabdingbar

Im Blog haben wir schon darauf hingewiesen, dass SEO und Onpage Optimierung fortlaufende Prozesse sind, die man nicht aus den Augen verlieren darf. Darum melde Deine Webseite mindestens bei Google Analytics und den Webmaster Tools an, um Traffic, Rankings und den generellen Zustand Deiner Webseite bei Google im Auge zu behalten. Zusätzlich empfiehlt sich die Nutzung von Premium-Tools wie OnpageDoc, um Rankings zu tracken, Onpage-Engpässe aufzudecken und bei der Onpage-Optimierung Zeit und Geld zu sparen.

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