Backlinkanalyse mit ahrefs.com

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ahrefs Offpage ToolSeit der Einführung des allersten Ranking-Faktors, dem Google Pagerank, sind über 200 weitere Punkte dazugekommen, welche über die Qualität und Relevanz einer Website in Bezug auf eine bestimme Suchanfrage entscheiden. Die verschiedenen Faktoren sind unterschiedlich gewichtet und bedingen einander teilweise, sodass ein ziemlich komplexes Konstrukt entsteht, das man oftmals auch als “Google Algorithmus” bezeichnet. Außer den Google Programmierern und verantwortlichen Mitarbeitern weiß wohl niemand ganz genau, wie die einzelnen Faktoren exakt zusammenspielen und die Websites bewerten. Die wichtigsten Onpage- und Offpage-Faktoren und deren Bedeutung für das Suchmaschinen-Ranking sind allerdings bekannt. Zu letzterem zählen die sogenannten Backlinks – also Linkverweise von externen Websites, die auf die eigene Seite zeigen und damit Besucher und den Googlebot gleichermaßen zu dieser schicken.

Backlinks damals und heute

Seit mehr als 10 Jahren hat sich dieser Faktor als ein wesentlicher und sehr wichtiger Faktor herausgestellt und noch immer hält Google an den Backlinks fest. Ein entscheidender Unterschied zur Vergangenheit ist jedoch, dass nicht mehr nur allein die Anzahl der Links zählt. Ähnlich wie im Onpage-Bereich filtert und bewertet die Suchmaschine mit den bunten Buchstaben diesen Faktor nach bestimmten Kriterien. Umso dichter man hier an Googles “Ideallinie” unterwegs ist, desto höher ist auch die Chance, sich in hartumkämpften Keyword-Bereichen gut in den Suchergebnissen zu platzieren. Während man im Onpage-Bereich noch viele Details selbst einsehen und kontrollieren kann, so wird das im Offpage-Segment fast unmöglich.

ahrefs – eines der bekanntesten Backlink-Tools

Wie viele Backlinks hat meine Domain? Mit welchen Ankertexten wurde diese verlinkt? Welche unterschiedlichen Subnetze verlinken die eigene Seite? Sind die Backlinks “dofollow” oder “nofollow” und in welchem Verhältnis stehen diese Linkattribute zueinander? Um diese und noch viele weitere Fragen über das eigene oder ein “fremdes” Linkprofil zu beantworten, gibt es das Offpage-SEO-Tool “ahrefs.com”. Schauen wir uns einmal an, was ahrefs kann und wie man die Daten aus dem Tool für seine eigene SEO-Strategie nutzen kann.

ahrefs Dashboard

ahrefs SEO-ToolWie jedes gute Online-Tool bietet auch ahrefs dem Nutzer im Reiter “Overview” ein übersichtliches Dashboard an, dass die wichtigsten Offpage KPIs über die analysierte Website anzeigt. Neben dem URL Rank, Domain Rank, Anzahl der Backlinks sowie der Referring Domains werden hier auch die Social Signals, bzw. Social Links angezeigt. Es ist zu vermuten, dass Google künftig auch den Einfluss der sozialen Netzwerke stärker gewichten wird. Insofern sollte man auch diese Kennzahlen langfristig im Blick haben.

Auf dem Dashboard finden sich neben wichtigen Faktoren des Backlinkprofils wie Anzahl der EDU- und GOV-Links auch interessante und gut strukturierte Analyse-Grafiken, wie sich die externen Links in den letzten Wochen und Monate entwickelt haben. Hier stehen sowohl die Referring Domains als auch die Referring Pages im Fokus und werden miteinander verglichen. Außerdem bekommt man eine Übersicht, über neue und verlorene Backlinks grafisch angezeigt, wobei auch auf Attribute wie DoFollow und NoFollow und Redirects eingegangen wird. Man sieht im ahrefs-Dashboard ebenfalls auf einen Blick welche Arten von externen Links auf diese Seiten zeigen, sprich ob sie eine Weiterleitung (Redirect), ein Text- oder ein Bildlink sind und wie oft sie von der Quelle verlinkt wurden.

Weiter unten im Dashboard geht es optisch spannend weiter: mittels Weltkarte werden hier die verschiedenen Länder-Domains (englisch auch “Country Top Level Domains”, kurz cTLDs) angezeigt. Damit bekommt man sehr schnell einen guten Überblick darüber, wie sich das Linkprofil einer Website international zusammensetzt und aus welchen Ländern die meisten Backlinks stammen. Gleich darunter werden in einer Tagcloud die häufigsten Ankertexte der Backlinks inklusive ihrer prozentualen Verteilung aufgelistet. Ob, wie und zu welchen Keywords eine Website rankt, hängt unter anderem auch stark davon ab, mit welchen kontextualem Zusammenhang sie im Netz verlinkt ist. Sehr praktisch also, dass man bereits im Dashboard von ahrefs hier die wichtigsten Inhalte der Links erkennen kann.

Ergänzt wird die “Startseite” von ahrefs durch Informationen und statistischen Auswertungsdiagrammen, wie und in welcher Verteilen sich die Ankertexte auf die jeweiligen Unterseite der Website verteilen. So lässt sich schnell erkennen, in welchem Kontext eine Seite in Bezug auf ihre Backlinks steht, um daraus Ableitungen über deren Google-Ranking zu prognostizieren.

Alles in allem bietet das Dashboard von ahrefs schon einen sehr guten Überblick über die einzelnen KPIs eines Backlinkprofils, mit denen man schnell und übersichtlich erkennen kann, warum eine Website rankt, bzw. warum sie es nicht tut. In vielen Fällen reichen die Features des Dashboards bereits aus, wenn man nur einen detaillierten Überblick einer Website erhalten möchten. Für tiefere Analysen und genauere Einblicke ins Backlinkprofil, hält ahrefs noch weitere Analyse-Features bereit.

ahrefs Inbound Links

Noch immer sind die eingehenden Backlinks von anderen Seiten eines der wichtigstens Merkmale überhaupt, um gute Rankings in den Google SERPs zu erzielen. Im Bereich “Inbound Links” erhält man alle wesentlichen Informationen über neue und verlorenen Links, Domains sowie die verweisenden IP-Netze. Außerdem hat man die Möglichkeit “Broken Links” zu überprüfen, also solche Verweise von externen Seiten, die auf Inhalte der analysieren Seite zeigen, die nicht mehr existieren. Zeigt beispielsweise ein Backlink auf eine fehlende Unterseite, so verliert man hier wichtige Linkpower, was natürlich auch Google nicht entgeht. Im Bereich der neuen und verlorenen Links und Referring Domains lässt sich die Ansicht auf verschiedene Zeitbereiche einstellen: heute, gestern, die letzten 7, 30 und 60 Tage stehen dabei zur Auswahl und liefern ein historisch komplettes Bild über die jeweiligen Faktoren. Dabei sieht man einerseits in einem grafischen Kalender, wann wie viele Links entstanden oder gelöscht wurden. Andererseits bekommt man eine vollständige Liste über die Linkquelle in Sachen Page Title und URL, den Rank einer Domain sowie Informationen über den Zeitraum des einzelnen Backlinks. Diese tabellarische Ansicht lässt sich ebenfalls zu einer grafischen Auswertung in Form eines Säulendiagramms umschalten und nach “lost” und “new” filtern.

Eine ebenfalls mächtige Funktion sind die analysierten Ankertexte (auch als Anchors bezeichnet), die sich mit ahrefs ebenfalls sehr granular bis ins kleinste Detail überprüfen lassen. Bis auf die jeweilige Unterseite der Linkquelle runtergebrochen kann man jeden einzelnen Backlink und dessen inhaltlichen Kontext analysieren und bewerten. An dieser Stelle bietet ahrefs außerdem die Möglichkeit, das Linkprofil mit all seinen Ankertexten zu exportieren, was eine spätere und gezielte Auswertung enorm erleichtert.

Ein ähnlich vollständiges Bild liefert das Feature “Referring IPs” ab. Nicht nur die Anzahl und Qualität eines Backlinks ist entscheidend, es zählt auch die Quantität der verschiedenen IP-Netze. Mit ihnen kann man schnell aufdecken, ob hier künstliches Linkbuilding betrieben wurde oder ob die Backlinks potentiell natürlich entstanden sind. Die IP der jeweiligen Quelle wird vollständig angezeigt und Domains aus der gleichen Range werden dort unter einander aufgelistet. Auch hier besteht wiederum die Möglichkeit, alle Daten zu exportieren und zu speichern.

ahrefs Outgoing Links

Getreu nach dem Motto “Deine Website ist keine Einbahnstraße” überprüft ahrefs auch jene Links, welche die eigene Seite “verlassen” und auf externe Websites verweisen. Backlinks zu erhalten ist zwar ein wichtiger SEO-Faktor, aber selbst relevante Backlinks zu erstellen ist ebenfalls im Sinne der Webmaster Guidelines von Google. Das Linktool überprüft hier, welche Websites grundsätzlich verlinkt wurden, ob dies Do- oder NoFollow geschehen ist und welchen Rank die verlinkte Seite jeweils hat. Man erhält an dieser Stelle eine wirklich umfassende Übersicht aller ausgehenden Links, die man zusätzlich nach Ankertexten und “Broken Links”, also Verinkungen ohne funktionierendem Ziel (weil sich beispielsweise die Zieladresse geändert hat oder diese nicht mehr existiert), filtern und anzeigen lassen kann.

Export-Funktionen

Was wäre ein gutes SEO-Tool ohne Export-Funktion? Für eine spätere und gezielte Auswertung der gesammelten Offpage-Fakten sind in einer Datei gespeicherte Datensätze quasi essentiell. In Sachen Export bietet ahrefs hier zwei Formate an: ein CSV-Sheet, das man beispielsweise gleich mit Microsoft Excel oder Open Office (dank UTF 8 und 16 Unterstützung) öffnen und weiterverarbeiten kann, und das klassische PDF-Format. Mit der CSV-Datei lassen sich folgende Datensätze speichern :

  • absolute Backlinks inklusive aller verweisenden Seiten (Referring Pages)
  • Ankertexte
  • alle verweisende Domains (Referring Domains)
  • alle verweisenden IPs (Referring IPs)
  • die gecrawlten Unterseiten einer Website
  • ausgehende Verlinkungen (Domains & Ankertexte)

Während der CSV-Export eher auf die technischen Details abzielt und auf viele Details im einzelnen eingeht, ist die PDF-Exportfunktion eher als optischer Report gedacht. Um diese Funktion nutzen zu können, muss man über einen kostenpflichtigen Account verfügen und dann stehen folgende Features zum Speichern bereit:

  • Gesamtübersicht aller analysierter Daten
  • Top-Seiten
  • neue eingehende Links
  • Ankertexte
  • neue verweisende Domains
  • verweisende IP-Adresse
  • selbst verlinkende Ankertexte
  • alle eingehenden Links
  • verlorene Backlinks
  • verweisende Domains
  • selbst verlinkte Domains
  • verlorene Domains für Inbound Links

Fazit zum ahrefs-Backlinktool

Es gibt wohl derzeit kaum ein besseres SEO-Tool, um ein vollständiges und sehr detailliertes Backlinkprofil für eine Seite zu erstellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das eigene oder ein “fremdes” Webprojekt analysiert. Auf diese Weise erhält man bei Bedarf auch viele nützliche Information über die Offpage-Aktivitäten von Mitbewerbern und kann so neue Perspektiven für die eigene Website-Optimierung erschließen. Auf Grund der vielfältigen und vor allem auch sehr schnellen Aktualisierung der Datensätze ist ahrefs.com mittels eigener API-Schnittstelle auch ein beliebtes Werkzeug, um andere Allround-Tools mit Backlinkdaten zu versorgen. So kommt ahrefs zum Beispiel beim SEO-Tool OnpageDoc zum Einsatz, dass seine komplette Offpage-Analyse über diese API abwickelt und im eigenen Dashboard ausgibt. Aber auch als Standalone-Tool ist ahrefs absolut empfehlenswert und für viele Suchmaschinenoptimierer ein absolutes Must-Have. Gerade durch diverse Google-Updates, allen voran Pengiun, ist eine gezielte und vollständige Analyse des Linkprofils nicht selten ausschlaggebend für das Google-Ranking und um Fehler sowie Optimierungspotential zu finden. Wer das ahrefs-Backlink-Tool nicht sofort bezahlen, sondern erst einmal testen möchte, der kann einen “Newbie”-Account registrieren und die Basic-Features ausprobieren sowie 3 Crawl- und Backlink-Reports pro Monat abspeichern. Für umfassendere und häufigere Analyse stehen dann je nach Nutzungsintensität ein Professional, Elite oder Enterprise Account zur Verfügung.

 

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