Das Ende von Authorship

Aus und vorbei für die Google+ Authorship? So scheint es zumindest, denn erneut sind die Statistiken dazu aus den Google Webmastertools verschwunden, das berichten derzeit auch mehrere Quellen im Netz. Vor einigen Wochen erst hatte Google wahrscheinlich mit dem ersten Schritt in diese Richtung begonnen und die kleinen Profilbilder am Anfang der Suchergebnisse entfernt, die mit einem entsprechenden Authorship ausgestattet und verknüpft waren. Das passierte wahrscheinlich nicht ohne Grund und auch erste Spekulationen darüber, dass dies nur ein Test oder Bug-Fixing gewesen wäre, verpufften schnell. Aber ist dies nun wirklich das Ende dieser „Autoren-Verknüpfung“ mit dem Google+ Profil? An dieser Stelle wird der ein oder andere SEO sicherlich ein tiefen Seufzer ausstoßen, denn gerade die kleine Thumbnails in den Suchergebnissen waren ein wichtiger Eye-Catcher und Traffic-Bringer. Oder doch nicht? Wenn dem so wäre, dann würde Google die Authorships doch kaum entfernen. Gehen wir noch einmal ins Detail.

Kritik an den Google Authorship

Google Plus startete im Jahr 2011 und zu dieser Zeit wurde auch die neue Authorship-Funktion eingeführt. An sich war das ein cleverer Schachzug, um den Traffic und die Relevanz des eigenen sozialen Netzwerks zu pushen. Für viele SEOs waren die kleinen Thumbnails in den SERPs ein echter Wettbewerbsvorteil gegenüber Suchergebnissen ohne einem solchen Bild. Denn was könnte mehr Aufmerksamkeit schaffen, als ein Bild in einer Textwüste? Auch Google selbst proklamierte, dass das Anzeigen der Bilder eine Traffic-Plus auf der eigenen Website zur Folge hat und warb auf diese Weise um das neue Feature und indirekt auch um den eigenen Social Media Channel. Viele SEOs und Marketer stürzten sich sofort auf die Authorships und verknüpften ihre Profile mit der eigenen Seite. Mit dem rel=“author“ und einem Eintrag auf Google+ wurde nach ein paar Tagen das eigene Profilbild in den Suchergebnissen angezeigt. Das dies für eine höhere Klickrate sorgen würde, stand für viele Experten fest. Aber ist das wirklich so gewesen? Aaron Friedman hat einen interessanten Artikel auf searchengineland.com darüber geschrieben und auch den Fakt geäußert, dass es keinerlei offizielle Aussagen von Google selbst dazu gegeben hat, sondern eben nur Behauptungen von First-Mover, die die Authorship-Funktion von Start an nutzten.

Thumbnails nur noch für Google+

google-authorship-thumbnails-und-knowledge-graphIm gleichen Artikel von Search Engine Land wurde berichtet, dass zwar alle Thumbnails von externen Seiten entfernt wurden, allerdings nicht aus den Suchergebnissen, die direkt auf Google+ Profile und deren Posts zeigten. Wir haben versucht, genau das nachzubilden und haben diverse Suchanfragen abgeschickt, die im Prinzip nur Google+ Ergebnisse anzeigten und tatsächlich: sobald ein Suchergebnis ausgeliefert wird, dass auf ein Google+ Profil eines Nutzers zeigt, der sich in unserem Kontakt-Kreis befindet, sind die Profilbilder noch immer zu finden. Aber was will man damit bezwecken? Es drängt sich die Vermutung auf, dass Google hier versucht, ein Exklusiv-Feature für das eigene soziale Netzwerk zu schaffen und das mögliche Traffic-Plus nur für seinen eigenen Dienst zu nutzen. Das ist natürlich nur eine Vermutung, für die es derzeit weder neue Erkenntnisse noch Beweise gibt. Allerdings ist diese Unterscheidung schon mehr als auffällig.

Missbrauch der Authorship-Funktion

Eine Möglichkeit, warum Google die Authorship-Funktion einstampfen könnte, ist der Missbrauch der damit einher gegangen ist. Denn neben vielen ehrlichen Usern, die dort ihr echtes Google+ Profil promotet haben, gab es auf der anderen Seite eine Menge Fake-Accounts, die nur dazu eingerichtet wurden, um werbewirksame Bilder in den SERPs anzuzeigen. Es gibt sogar nicht wenige Stimmen, die diese Minibilder gar als störend empfunden haben, weil sie den Lesefluss und damit das Überfliegen der Suchergebnisse stören würden. Gut vorstellbar, dass Google hier eigene Tests in Sachen User Experience gemacht hat und diese negativ ausgefallen sind. Es wird ebenfalls darüber spekuliert, dass der Abgang von Vic Gundotra etwas mit dem Entfernen der Authorships zu tun hat. Der Google Manager war 8 Jahre lang bei der Suchmaschine tätig und kündigte dort auf Grund tragischer Ereignisse in seiner Familie, wie t3n berichtete. Gundotra war vor allem für das hauseigene soziale Netzwerk Google+ und damit auch für die Authorship-Funktion verantwortlich. Ein Weggang des Managers könnte eine Möglichkeit für das Einstampfen der Funktion gewesen sein.

SEO-Tipp: nicht auf Google+ verzichten

Auch wenn die Authorship-Funktion höchstwahrscheinlich keine Zukunft mehr hat, so lohnt es sich für SEOs dennoch, Google+ für sich zu nutzen. Denn auch Postings aus diesem Netzwerk werden bei Google indexiert. So können eigene Inhalte und Kampagnen auf verschiedene Art promotet werden und auch das kann zusätzlichen Traffic auf die eigene Website spülen. Außerdem wurde schon häufiger der Verdacht geäußert, dass der Crawler Links, die in Google+ gepostet werden, zuerst folgt und demnach die Inhalte dahinter schneller und besser indexiert werden. Bewiesen ist auf jeden Fall, dass Google+ die SERPs verändert und User mit einem großen Kreis an Followern davon profitieren.

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SEO Strategie 2015 - OnpageDoc Onpage Seo Blog

[…] Authorship-Thumbnails, die aus Google+ direkt in den Suchergebnissen angezeigt wurden, flogen endgültig aus den SERPs (außer man ist mit seinem G+ Account eingeloggt und hat die Person in seinen […]


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