Do-It-Yourself SEO-Check mit kostenlosen Tools

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diy-seo-comicIn zwei Beiträgen zeigen wir Euch, wie der Einstieg in die Suchmaschinenoptimierung auf eigene Faust gelingt. Zuerst schafft Ihr mit kostenlos verfügbaren Tools die Grundlagen. Im zweiten Beitrag unternehmen wir, mit einem Beispiel aus dem Onpage Doc, erste Schritte in der Website-Optimierung für Google.

Du hast für viel Geld eine Website erstellen lassen, bist aber mit den Resonanz über Google nicht ganz zufrieden? Dann hast Du sicherlich schon über Suchmaschinenoptimierung (SEO) nachgedacht. Vielleicht schreckt Dich der Gedanke ab, wieder viel Geld für eine Agentur auszugeben, ohne die Materie selbst genau zu durchschauen. Das musst Du im ersten Schritt auch nicht, denn einige Tipps, die Du leicht selbst umsetzen kannst und kostenlose Services von Google erleichtern Dir den Einstieg in die Suchmaschinenoptimierung.

Finde ich schon in Google statt?

Ob Deine Website in Google vertreten ist, prüfst Du in der Regel ganz einfach durch eine Abfrage Deines Firmennamens oder Deines Marke im Suchschlitz. Mit einem einfachen Trick erfährst Du aber auch, wieviele Deiner Unterseiten tatsächlich gelistet sind. Dabei lernst Du gleich etwas über die Indexierung, einen wichtigen Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung.

Siteabfrage OnpageDoc

site:onpagedoc.com

Dazu gibst Du auf Google im Suchschlitz “site:deine-domain.de” ein. Ein vorangestelltes www oder http:// ist nicht nötig. Google zeigt Dir eine Auflistung aller Unterseiten Deiner Domain, die im Index zu finden sind. Außerdem eine Schätzung, wieviele Seiten es sind. Diese Zahl solltest Du nur daraufhin überprüfen, ob sie Dir ungewöhnlich hoch oder niedrig vorkommt. Wenn zu wenige Seiten aufgelistet sind oder Deine Domain überhaupt nicht auftaucht, liegt ein Problem vor.

Fehlende Indexierung erkennen und beheben

Es kann passieren, dass Google angewiesen wird, nicht auf Deiner Seite vorbeizuschauen und sie auch nicht in den Index aufzunehmen. Oft stellen Programmierer und Webdesigner Seiten auf “No Index”, während sie an ihnen arbeiten. Hinterher wird dann manchmal vergessen, die Suchmaschinen wieder zuzulassen.

Um das zu erkennen, prüfe zunächst Deine robots.txt Datei, die im Hauptverzeichnis der Website-Installation liegen sollte. Wenn darin folgende Zeile auftaucht, sind Suchmaschinen grundsätzlich “ausgesperrt”:

User-agent: *

Disallow: /

Es kann auch sein, dass nur einzelne Seiten von der Indexierung ausgenommen wurden. Falls eine Deiner Unterseiten im Google-Index fehlt, kannst Du hier schnell recherchieren, ob Suchmaschinen sie überhaupt finden können. Öffne dazu die betreffende Seite und lass Dir den Quelltext anzeigen. Durchsuche das Dokument nach folgendem HTML-Tag:

<META NAME=”ROBOTS” CONTENT=”NOINDEX”>

Wenn Suchmaschinen generell von Deiner Seite oder einer wichtigen Unterseite ausgesperrt sind, erübrigt sich zunächst jede weitere SEO-Maßnahme. Die angesprochenen Code-Zeilen solltest Du gleich ändern, oder Deinen Programmierer bitten, das zu erledigen.

Doppelte Inhalte und Spam: Weitere Gründe für ausbleibende Indexierung und Erfolg

Vielleicht sind Suchmaschinen auf Deiner Seite nicht generell ausgesperrt. Trotzdem hat Google wichtige Unterseiten nicht im Index oder sie liegen in den Suchergebnissen ganz weit hinten. Ein Grund dafür könnten doppelte Inhalte sein. Wenn sich die Inhalte auf zwei Unterseiten zu sehr ähneln, kommt Google durcheinander. Welche der beiden Seiten für die Suchergebnisse relevanter ist, lässt sich so für Google kaum feststellen, im Zweifelsfall ist es keine!

Das kostenlose Tool Copyscape ist nützlich, um mögliche Duplikate auf Deiner Seite zu finden. Dort, wo sich Inhalte doppeln, solltest Du abwägen, welche Seite verzichtbar wäre und wo Du die Textinhalte lieber anpasst.

Spam hat viele Gesichter. Ein besonders leidiges sind Hacking-Angriffe auf Websites. Dabei werden dann Schadcode, ungewünschte Weiterleitungen auf fremde Seiten und oft sogar neue Unterseiten eingeschleust. Nicht selten geschieht das, ohne dass Seitenbetreiber davon etwas mitkriegen. Google merkt es früher oder später in jedem Fall, mit negativen Auswirkungen auf das Ranking der betroffenen Webseite, bis hin zur kompletten Deindexierung. In dem Fall kannst Du Deinen Programmierer bitten, dies für Dich zu überpüfen und Schadcode zu entfernen bzw. Sicherheitslücken zu schließen. Ein einfacher Schritt, um über mögliche Angriffe im Bilde zu bleiben, ist aber schon die Einrichtung der Google Webmaster Tools.

Google Webmaster Tools: Alles für den SEO-Check

Google Webmaster Tools

So bestätigst Du Deine Seite in den Google Webmaster Tools

Die Google Webmaster Tools umfassen verschiedene Rubriken, darunter auch eine, in der Du den Indexierungsstatus Ihrer Seite nachvollziehen kannst. Du behältst im Überblick, wieviele Unterseiten im Index sind und wo Google beim Versuch, eine Unterseite aufzurufen, auf Fehler stößt.

Wenn Du eine Seite im Index vermisst, kannst Du Google mithilfe der Webmaster Tools auf sie aufmerksam machen. In der Rubrik “Crawling” findest Du die Funktion “Abruf wie durch Google”. Dort gibst Du die gewünschte URL an und schickst die Suchmaschine (genauer: deren Crawler) auf Deine Seite. Das lässt Dich nicht nur nachvollziehen, wie Google Deine Seite sieht. Nach dem Abruf hast Du die Möglichkeit, die Seite per Mausklick an den Index zu senden, das heißt, Google darauf hinzuweisen, dass diese Seite in den Index gehört. Beachte dabei aber, dass man so keine Indexierung erzwingen kann. Mehr zu dieser Funktion erfährst Du in diesem Blog-Beitrag von Markus Hövener und direkt bei Google.

In der selben Rubrik findest Du auch den Menupunkt “Sitemaps”. Auch durch das Einreichen einer Sitemap kannst Du Google auf die Struktur der Website hinweisen, einschließlich aller Unterseiten, die in den Index sollen. Google liefert selbst eine Einführung in die Erstellung von Sitemaps und es gibt einige Tool-Anbieter, die Dir diese Arbeit abnehmen. Natürlich kann an dieser Stelle auch Dein Programmierer weiterhelfen. Viele Content Management Systeme wie WordPress generieren außerdem automatisch Sitemaps. Diese bräuchtest Du dann gegebenenfalls nur noch bei den Google Webmaster Tools einreichen.

Googles Spamschutz in den Webmaster Tools

Auch die bereits angesprochene Spam-Problematik lässt sich mithilfe der Webmaster Tools angehen. Es gibt dazu den eigenen Navigationspunkt “Sicherheitsprobleme”, in dem Du direkt benachrichtigt wirst, wenn Google Spam oder Malware auf Deiner Seite ausfindig macht. Falls Du dort eine Nachricht siehst, solltest Du Deinen Programmierer oder Hoster kontaktieren.

Benachrichtigung in GWT

Prüfe zu diesem Zweck auch den Navigationspunkt “Website-Benachrichtigungen”. Google tritt auf diesem Wege direkt mit Webmastern in Kontakt, die, oftmals unwissentlich, gegen die Qualitätsrichtlinien der Suchmaschine verstoßen. Ursachen für solche Verstöße können unnatürliche eingehende oder ausgehende Links sein. Die Folgen sind unangenehm, sie umfassen manuelle und algorithmische Maßnahmen, die zur Herabstufung oder sogar (Teil-)Deindexierung einer Seite führen können. Wie Du in solch einem Fall am besten vorgehst, beschreibt dieser ausführliche Blog-Beitrag von Julian Dziki.

… und wie gut bin ich in Google?

Nachdem Du überprüft hast, ob Deine Seite in den Augen der Suchmaschine überhaupt eine Rolle spielt, kannst Du auch selbst erste Schritte unternehmen, um zu analysieren wie gut Google die Website findet. Viele Funktionen dazu findest Du wieder in den Google Webmaster Tools. Einen sehr guten Überblick dieser Funktionen liefert Maik Bruns in einem älteren Artikel im Suchradar, der aber inhaltlich noch immer auf dem aktuellen Stand ist.

Indexierungsstatus in den GWT

Du kannst auch schon einen ersten Versuch mit einem kostenfreien SEO-Tool wie BeamUsUp unternehmen, auch die kostenlose Basisversion von Screaming Frog eignet sich dazu. Solche SEO-Tools liefern nicht nur eine Analyse Deiner Website auf Suchmaschinen-Freundlichkeit. Sie bieten auch gleich Anhaltspunkte für Optimierungsmaßnahmen, an denen Du Dich versuchen kannst. Wer mit WordPress arbeiten, dem empfehlen wir auch dringend das SEO-Plugin Yoast zu testen.

Fazit: Der Einstieg in SEO geht auch kostenlos

Mit den hier beschriebenen Maßnahmen stellst Du fest, wie weit Du mit der Suchmaschinenoptimierung selbst zurechtkommst. Die Kenntnisse über Indexierung und deren Steuerung, sowie gesammelte Daten aus den Webmaster Tools liefern eine gute Grundlage für den Einstieg in SEO. Im nächsten Beitrag zeigen wir Euch, mit einem Beispiel aus dem Onpage Doc, wie Ihr dieses Wissen vertieft und mit der Optimierung Eurer Seite beginnt.

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Kommentare

Die besten kostenlosen SEO Tools

[…] und exportierbar als XLS oder CSV. Für den Einstieg in die Onpage-Optimierung, wie wir das in unserem letzten Beitrag beschrieben haben, eignet sich Screaming Frog perfekt. Auch eine schnelle Konkurrenzanalyse lässt […]

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