Google Penalty gegen Rankseller und Teliad

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google-penalty-gegen-rankseller-und-teliadUpdate 20.08.2014: Kurz nach der Penalty und dem Erscheinen unseres Artikels veröffentliche teliad eine Pressemitteilung als Stellungnahme zu der Google-Maßnahme. Fairerweise wollen wir sie euch natürlich nicht vorenthalten und haben sie als PDF-Download zur Verfügung gestellt.


Seit gestern geht ein neues (Backlink-)Schreckgespenst um, denn Google war mal wieder aktiv und hat sehr wahrscheinlich zwei große deutsche “Linknetzwerke” abgestraft. Zwar sind seitens Google selbst noch keine offizielle Bekanntmachung herausgegeben, wen es genau erwischt hat, aber wenn man ein bisschen recherchiert und tiefer gräbt, dann fallen einem zwei Seiten auf: Rankseller und Teliad. Das diese beiden Seiten definitiv eins mit der Google-Keule bekommen haben, wird schnell klar, wenn man einmal nach den Brands „Rankseller“ und „Teliad“ direkt sucht. Bei solchen kurzen Suchanfragen (auch Shorthead genannt) würde die bunte Suchmaschine sofort die Website der jeweiligen Brand ganz oben anzeigen. Aber wie wir sehen, sehen wir nichts. Stattdessen hagelt es immer mehr Meldung über eine manuelle Abstrafung von Rankseller und Teliad.

Google geht verstärkt gegen Linkbuilding vor

google-straft-rankseller-und-teliad-abImmer wieder kündigte Google an, dass ein künstlicher Backlinkaufbau gegen die Webmaster Guidelines verstoßen und daher auch abgestraft werden kann. In der Vergangenheit hat die Penalty gegen efamous.net schon für Furore gesorgt, da dies der offiziell erste „große“ Fall auf Agenturniveau war, an dem Google in Deutschland ein Exempel statuiert hat. Auch efamous hatte sich auf den Aufbau von Backlinks konzentriert, aber auf einem anderen Level als Rankseller und Teliad, denn hier wurden Links direkt an Kunden verkauft, die aus dem hauseigenem Netzwerk von „Expired Domains“ stammten. Die Abstrafung der anderen beiden Seiten hat allerdings eine ganz andere Qualität, denn hier stand kein direkter Verkauf von Backlinks im Vordergrund. Tatsächlich handelt es sich bei den beiden Seiten um eine Art Marktplatz, bei dem Angebot und Nachfrage bedient wird.

Blogmarketing ist künstliches Linkbuilding

Diese Headline ist zumindest der Rückschluss, den man aus der neuen Penalty ziehen kann. Sowohl auf Rankseller als auch Teliad gibt es zwei Arten von User-Gruppen: die Advertiser und die Publisher. Erstere sind die Linkempfänger, letztere die Linkgeber. Das Prinzip Blogmarketing funktioniert recht simpel: die Advertiser stellen Aufträge für Blogger, diezu bestimmen Themen und Keywords eigene Artikel schreiben. Dabei geben sie gewisse Kriterien vor, die die Art der Blogger filtert – also beispielsweise den Pagerank der Blogseite und ob der gesetzte Link innerhalb des Textes z.B. „follow“ oder „nofollow“ sein sollte. Auf der anderen Seite stehen die Blogger selbst – in der Regel private User mit kleinen bis mittleren Blogs und Magazinen, die die Aufträge der Advertiser annehmen und sich auf diese Weise einige Euros verdienen können. Wenn man fleißig Artikel schreibt, konnte man sich so ein nettes Sümmchen nebenbei verdienen, denn ein Auftrag bei Rankseller bspw. war zwischen 50 – 100 Euro wert. Die Plattformen (oder Marktplätze) selbst verdienten dann prozentual am jeweiligen Einzelauftrag. Also strenggenommen, haben weder Rankseller noch Teliad direkt Backlinks verkauft. Sie brachten nur Käufer und Verkäufer zusammen, förderten damit allerdings einen künstlichen Backlinkaufbau und gehörten damit für Google selbst zu den schwarzen (SEO-)Schafen. Ehrlicherweise muss man aber auch dazu sagen, dass Teliad erst relativ spät einen solchen Service für Textaufträge angeboten hat und vorher sehr wahrscheinlich auch direkt Links verhökert hat. Drängt sich die Frage auf, ob man dort schon etwas geahnt hat und vorbeugen wollte.

Werden auch Kunden von Rankseller und Teliad abgestraft?

Tja, genau DAS ist nun die spannende Frage und unwahrscheinlich ist es nicht, denn wenn man ein wenig recherchiert, dann gibt es nicht wenige User, die als Kunden von Rankseller und Teliad bereits entsprechende Meldungen in ihren Google Webmastertools entdeckt haben und nun ebenfalls die negativen Effekte zu spüren bekommen dürften. Die Frage bleibt jedoch offen, ob es beiden Kundengruppen der Plattformen an den Kragen geht. Denn eigentlich sind es die Advertiser und Publisher, die gegen die Richtlinien verstoßen: die einen bezahlen Geld, um einen Backlink zu erhalten und die anderen kassieren ab, um einen externen Link zu setzen – klassisches Linkbuilding also. Wenn man diese Penalty konsequent betrachtet, dann wäre eine Abstrafung nicht nur der Portale, sondern auch der Kunden fair und nachvollziehbar. Auch Kunden und Betreiber der Konkurrenz-Plattform “Ranksider” sollten nun mehr als gewarnt sein, denn im Prinzip wird auch hier Linkbuilding mittels Blogmarketing betrieben und wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis Google auch hier die Penalty-Keule schwingt.

Wer profitiert von der Google Penalty?

Wenn man eine freche Prognose wagt, dann könnte man behaupten, dass das Google Ranking nun fairer wird. Warum? Weil die ganzen kleinen Seiten ohne große Budgets sich einen Service dieser Blogging-Plattformen nicht leisten konnten. Wer kein Geld für Linkbuilding hat, der hatte in der Vergangenheit immer das Nachsehen. Profitiert haben immer diejenigen, die am meisten Geld für Links ausgegeben haben. Denn Backlinks sind noch immer der stärkste SEO-Faktor – das wurde immer wieder nachgewiesen. All diejenigen die sich an die strikten Spielregeln von Google gehalten haben (oder sich mangels Budget daran halten mussten), hatten nachweislich immer schlechtere Platzierungen in den Suchergebnislisten. Durch die Penalty werden zumindest zwei große Player vom Markt genommen und damit die Möglichkeit Geld gegen Links zu tauschen wieder etwas kleiner. Was man ebenfalls nicht unterschätzen darf, ist der mentale Faktor, den eine solche Abstrafung auslöst. Denn Google schürt durch solch eine Aktion weiter die Angst, dass künstlich gesetzte Backlinks auf Dauer ein massives Problem darstellen können. Viele Unternehmen dürften jetzt jedenfalls deutlich vorsichtiger geworden sein und es auch in Zukunft bleiben. Aus Google-Sicht: Mission accomplished!

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