SEO-Tipps beim Website-Relaunch

Es gibt verschiedene Gründe, warum eine Website einen Relaunch verdient hat. Oftmals sind es aber nur wenige, die bei fast allen Seiten in Frage kommen: neues Webdesign, bessere Usability, anderes Content Management System. In fast allen Fällen bleibt es beim Relaunch einer Website allerdings nicht nur bei kosmetischen Änderungen, sondern geht gleich richtig ans Eingemachte: die Seitenstruktur wird umgestellt. Mit ihr ändern sich vor allem auch die URLs der Unterseiten, Kategorien und Landingpages und natürlich der Content. Schöner, schneller, besser sollte die neue Website werden und Seitenbetreiber, Content-Manager und Webdesigner stecken häufig viel Arbeit, Fleiß und Mühe in einen solchen digitalen Neustart. Was aber, wenn nach einem Relaunch der Super-GAU passiert: Google crawlt die Seite und straft sie gleich ab. Gut, zugegeben: eine Abstrafung passiert selten nach einem Relaunch, aber es kann zu empfindlichen Veränderungen der Sichtbarkeit kommen. Lang und hart erkämpfte Rankings in den Suchergebnissen kann man bei einem falschen Relaunch-Konzept innerhalb weniger Tage zerstören und damit von heute auf morgen viel Traffic und damit auch Leads und Umsatz verlieren. Damit das nicht geschieht und der Neustart deiner Website gelingt, wollen wir dir auf dieser Seite die wichtigsten Relaunch-SEO-Tipps geben.

Website-Relaunch richtig gemacht:
Melde deine Website noch vor dem Relaunch an und sichere dir wichtige Google-Rankings

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Relaunch-Tipp 1:
Link-Akquise

Backlinks sichern

Ohne Backlinks, keine Rankings! Dieser SEO-Grundsatz galt schon vor 10 Jahren und trifft auch heute noch zu. Gerade für Websites, die schon länger online sind gilt es unbedingt zu beachten, dass vor einem Neustart alle Backlinks „gesichert“ werden. Das bedeutet für dich: vor dem Relaunch alle externen Links auflisten. Das kannst du übrigens auch sehr gut mit OnpageDoc machen. Unser Tool greift dabei auf die größte und umfangreichste Backlinkdatenbank der Welt zu (powered by ahrefs.com). Aber auch Majestic SEO bietet eine gute Möglichkeit, Backlinks vor einem Relaunch zu archivieren. Am besten eignet sich eine CSV-Datei (natürlich geht auch eine normale Excel-Liste), in der alle deine Links dokumentiert werden. Ändert sich nämlich nach dem Relaunch deine Seitenstruktur, laufen eventuell wichtige Backlinks ins Leere, sprich sie verweisen auf Quellen, die es nicht mehr gibt. Damit werden sie fürs Google-Ranking beinahe wertlos.

Relaunch-Tipp 2:
alten und neuen Inhalt planen

Content planen

Gerade bei Content-lastigen Websites (z.B. umfangreichen Blogs oder Webshops) ist eine gründliche Planung die wichtigste Voraussetzung für einen Website-Neustart. Idealerweise kannst du deinen kompletten Content der alten Seite auf die neue Seite migrieren, sprich 1-zu-1 übernehmen und ihn auf gleichnamige URLs legen. Manchmal empfiehlt es sich allerdings, ähnliche Inhalte von verschiedenen Unterseiten zu einer konsolidierten, neuen Landingpage zusammenzufügen. Fertige dir vorher unbedingt eine Liste an, in der du notierst, welche neuen und alten Seiten zusammengefügt, geändert und vielleicht sogar gelöscht werden. Das ist besonders für den Google-Crawler wichtig, denn dieser kennt ja deine „alte“ Seite bereits und vertraut ihr schon. Damit eine neue Landingpage mindestens genauso gut ranken kann, musst du eben vorab deine Inhalte gut planen.

Relaunch-Tipp 3:
301-Weiterleitungen

301 Weiterleitung einrichten

Ein guter Grund für einen Relaunch kann auch SEO-getrieben sein – nämlich dann, wenn man mit sinkenden Rankings zu kämpfen hat. Beispielsweise waren URLs zu lang oder Klickpfade zu kompliziert. Manchmal ändern sich aber auch nur Kleinigkeiten in der URL, z.B. vorher: „http://www.meinetolleseite.org/interessanter-artikel/“ nachher: „http://www.meinetolleseite.org/de/interessanter-artikel/“. Diese minimale Änderung kann fatale Folgen haben, denn Google ändert das nicht automatisch – besser gesagt, Google weiß erst einmal nichts von dieser URL-Änderung. Hier gilt: in der .htaccess eine saubere 301-Weiterleitung einrichten, die dem Crawler sagt: hier hat sich ein Inhalt dauerhaft verändert. Dieser sogenannte 301 Redirect wird serverseitig eingerichtet und sorgt dafür, dass die Klicks aus den Suchergebnissen oder auch auf Links externer Webseiten automatisch auf die neue URL geleitet werden. Wichtig: es kann einige Wochen dauern, bis eine Änderung in den Suchergebnissen sichtbar wird. Google lässt sich hier deutlich mehr Zeit als noch vor ein paar Jahren. 301-Weiterleitungen sind dein wichtigstes Werkzeug beim Relaunch. Du kannst es dir dabei einfacher machen, wenn du einen htaccess-Generator nutzt und dort deine Weiterleitungen generieren lässt. (z.B. http://www.htaccessredirect.net/). Aber Vorsicht: falsche Änderungen in einer .htaccess-Datei können deine Website lahmlegen. Wenn du dir nicht sicher bist, frage unbedingt einen SEO-Profi.

Relaunch-Tipp 4:
307-Weiterleitungen

307 Weiterleitung einrichten

Neben einer permanenten Weiterleitung mit einem 301-Redirect besteht auch die Möglichkeit, dem Crawler eine Temporäre Umleitung anzubieten. In diesem Fall wird eine sogenannte 307-Weiterleitung eingerichtet (Temporary Redirect). Sie ähnelt im Wesentlichen einer 302-Weiterleitung, die ebenfalls häufig zeitlich begrenzt eingerichtet wird, welche erfahrungsgemäß allerdings anfällig für Hacking ist. Eine 307-Weiterleitung solltest du nach einem Relaunch nur dann einrichten, wenn du sie tatsächlich später wieder herausnimmst. Ein denkbares Szenario ist eine Landingpage auf deiner alten Seite, welche du beim Neustart noch nicht sofort ersetzt hast aber dies in Kürze tun wirst. Also richtet man eine temporäre Weiterleitung dieser alten Seite auf eine ähnliche andere Unterseite ein, damit erst einmal kein 404-Fehler entsteht, sprich ein vorher bekanntes Ziel ins Leere führt. Sobald du die neue Landingpage überarbeitet und online gestellt hast, nimmst du die 307-Weiterleitung raus oder wandelst sie je nach Situation in eine permanente Weiterleitung um und signalisierst der Suchmaschine damit, dass sich die URL nun dauerhaft geändert hat. Ein Tipp: es ist schon vorgekommen, dass Google den hinterlegten Link einer 307-Weiterleitung ohne Text indexiert hat. Das sieht nicht besonders schön in den Suchergebnissen aus und dürfte auch nicht in deinem Sinne sein. Daher der gut gemeinte SEO-Tipp: nutze eine solche Weiterleitung nach dem Relaunch deiner Website tatsächlich nur zeitlich begrenzt – dafür ist sie schließlich auch gedacht.

Relaunch-Tipp 5:
die neue Sitemap

XML Sitemap anlegen

Die Sitemap ist quasi dein digitaler Wegweiser für den Googlebot. Grundsätzlich geht es auch ohne, aber mit Sitemap findet der Bot schneller neue Seite und kann diese gezielter indexieren. Achte nach einem Relaunch unbedingt darauf, dass sämtliche neue URLs korrekt in der Sitemap integriert sind. Es empfiehlt sich grundsätzlich, die alte Sitemap komplett gegen eine neue nach erfolgtem Relaunch zu ersetzen. Wenn du das SEO-Tool OnpageDoc nutzt, dann kannst du bereits auf dem Dashboard schön sehen, welche URLs noch in deiner Sitemap fehlen und diese gezielt ergänzen. Der einfachste Weg, um eine technisch optimale XML-Sitemap einzurichten, ist ähnlich wie bei der .htaccess-Datei ein Generator-Tool (z.B. https://www.xml-sitemaps.com/), das dir in wenigen Minuten (je nach Komplexität deiner Seite) eine entsprechende XML-Datei zur Verfügung stellt. Wenn du WordPress nutzt, dann kannst du das auch mit einem kleinen, kostenlosen Plugin erledigen (z.B. Google XML Sitemaps: https://wordpress.org/plugins/google-sitemap-generator/). Ist deine neue Sitemap fertig, logge dich in die Google Webmaster-Tools ein und lade die neue Sitemap hier hoch: "Crawling > Sitemaps > Sitemap hinzufügen". Es kann dann einige Tage dauern, bis Google deine Sitemap akzeptiert und die neuen URLs nach und nach indexiert.

Relaunch-Tipp 6:
interne Verlinkung prüfen

interne Links analysieren

Ist deine neue Website komplett veröffentlicht, gilt es nun für die ausreichende „Durchblutung“ zu sorgen. Die Rede ist von internen Links – einem sehr wichtigen Onpage-SEO-Faktor. Gerade wenn du alte Inhalte auf die neue Website migriert und beispielsweise dabei den HTML-Code kopiert hast, kann es hier zu Problemen kommen, die man einfach vermeiden kann. Ändert sich die Seitenstruktur nach einem Relaunch zeigen womöglich auch interne Links aus dem Header, Footer, der Sidebar oder dem Fließtext ins Leere – das ist schlecht fürs Ranking. Außerdem sorgen „Broken Links“ für eine höhere Abbruchquote (auch Bounce-Rate genannt), denn Besucher deiner Seite wollen nicht auf ins Leere laufen. Ist ein interner Link nicht mehr aktuell, entsteht auf diese Weise ein 404-Fehler – heißt: die Quelle ist nicht mehr verfügbar. Das frustriert die Besucher und verwirrt den Crawler. Auch hier kann man sich die Arbeit wieder leichter machen und einen Broken-Link-Checker nutzen (z.B. http://www.brokenlinkcheck.com/). WordPress-Nutzer haben es noch leichter und sollten nach dem Relaunch mit diesem kleinen Plugin auf Fehlersuche gehen: https://wordpress.org/plugins/broken-link-checker/. Sollten nun fehlerhafte Verlinkungen auftauchen, kannst du sie gezielt weiterleiten. Achte unbedingt auch auf verwaiste Seiten, sprich solche, die schlecht intern verlinkt wurden. OnpageDoc bietet dir hier direkt im Tool eine super Übersicht über schlechtverlinkte Unterseiten, sodass du dieses Problem schnell in den Griff bekommst.

Relaunch-Tipp 7:
wichtige Backlinks manuell pflegen

Backlinks pflegen

Solltest du feststellen, dass nach dem Neustart einige Backlinks auf Unterseiten zeigen, die es nicht mehr gibt, solltest du sie nicht einfach nur auf die Startseite weiterleiten. Nimm dir die Zeit und richte passende Linkziele ein, die den vorherigen ähneln – so etwas kommt auch bei Google gut an. Bei besonders wichtigen Backlinks, die besonders viel Trust vererben lohnt es sich, die Webmaster direkt zu kontaktieren. Weise sie auf den Relaunch deiner Seite hin und bitte sie, die gesetzten Linkverweise manuell auf die neue Unterseite zu ändern. Somit sparst du dir eine Weiterleitung und deine neue Seitenstruktur bekommt gleich noch einen frischen Backlink. Das klingt erst einmal nach einer mühseligen Arbeit und ja, das ist sie auch. Aber umso besser und genauer Links zu bestimmten Content passen, desto mehr hilft es dir in den Suchergebnissen voranzukommen. Faulheit musst du dagegen mitunter teuer bezahlen. Ein Relaunch ist immer eine komplizierte und komplexe Angelegenheit und bei der sauberen Pflege deiner wertvollen Backlinks solltest du nicht mit Zeit geizen.

Relaunch-Tipp 8:
Analytics & Webmaster-Tools beobachten

Backlinks pflegen

Nun hast du es geschafft: deine Website erstrahlt in neuem Glanz, Weiterleitungen sind eingerichtet, eine neue Sitemap ist in den Webmastertools hochgeladen und fertig – nicht ganz. Überprüfe noch einmal unbedingt die Google Tools und behalte sie auch einige Zeit nach dem Relaunch im Auge. Hast du an deinen Google Analytics Tracking-Code gedacht? Sind wirklich alle Seiten sauber umgeleitet? Gibt es vielleicht technische Fehler, die du vorher noch nicht im Blick hattest? In den Webmaster-Tools siehst du zumindest mit einem Verzug von 2-3 Tagen, ob es Crawling-Probleme gibt und wenn ja, wo Fehler auftauchen. Sollte das passieren, warnt dich Google in der Regel und du solltest schleunigst aktiv werden. Analytics ist mindestens genauso entscheidend, da hier vor allem das Nutzerverhalten im Vordergrund steht. Sinken nach einem Relaunch Verweildauer und Klickrate und steigt auf bestimmten Seiten die Bounce-Rate läuft etwas schief und deine Rankings in den Suchergebnissen sind in Gefahr. Im Dashboard von Google Analytics siehst du bereits die wichtigsten KPIs über das Nutzerverhalten.  Unter „Zielgruppe > Nutzerfluss“ bekommst du eine detaillierteren Einblick, wie sich Besucher auf deiner Seite bewegen. Tipp: Die sogenannte Customer Journey solltest du im Übrigen immer im Blick haben und Unterseiten mit besonders hohen Abbruchquoten unter die Lupe nehmen. Punktuelles Optimieren kann manchmal große Auswirkung auf die gesamte Website haben.

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Checklist Website-Relaunch

Hast du an alles gedacht? Bevor du mit dem Relaunch deiner Website loslegst, solltest du dir diese kostenlose SEO-Checkliste herunterladen und noch einmal alle Punkte Schritt für Schritt prüfen. Nur so vermeidest du ein Ranking-Verlust nach dem Neustart.

Download

SEO-Checkliste Website-Relaunch

Wenn du diese SEO-Tipps zum Neustart deiner Website beachtest, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Eine Regel, die ebenfalls noch wichtig ist: Geduld haben. Gerade im SEO-Bereich muss man häufig einen lange Atem haben und mit Google sehr geduldig umgehen. Viele machen den Fehler, dass mit blinden Aktionismus und Schnellschüssen versucht wird, das Ranking zu beeinflussen. Google ist allerdings sehr viel schlauer geworden als früher und auf Grund massenhafter SPAM-Maßnahmen muss man sich das Vertrauen der Suchmaschine erst verdienen. Wenn du also alle Tipps beherzigt hast und du nach dem Relaunch feststellst, dass einige Rankings sich leicht negativ ändern: don’t panic! Das ist vollkommen normal und nach ein paar Wochen erholen sich deine Google-Rankings in der Regel. Wir haben dir die wichtigsten SEO-Tipps zum Website-Relaunch noch einmal in einer kompakten Checkliste zusammengestellt – einfach kostenlos herunterladen und deine Website wird beim Neustart keinen Suchmaschinen-Schiffsbruch erleiden.

Brauchst du Hilfe beim Relaunch deiner Website? OnpageDoc hilft!

Sollte es allerdings dauerhaft bergab gehen oder die Sichtbarkeit in den SERPs nicht wiederhergestellt werden, muss man auf Fehlersuche gehen. Auch hier hilft dir OnpageDoc: vor dem Relaunch solltest du mit unserem SEO-Tool deine Website analysieren und z.B. alle wichtigen Backlinks herausfiltern. Nach dem Relaunch zeigt dir das Tool nach wenigen Tagen an, ob und wo es Probleme gibt. Besonders praktisch: mittels Alerts-Funktion informiert dich OnpageDoc per Mail oder SMS sofort, wenn es Probleme gibt. Aber was, wenn du zwar die Fehler identifizieren aber nicht selbst beheben kannst? Auch kein Problem: die SEO-Experten von OnpageDoc haben bereits viele Websites optimiert und finden schwere und auch kleinere Fehler sofort.