Frames

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Bei einem Frame handelt es sich um einen Teilbereich einer HTML -Seite. Der reservierte Bereich soll als Platzhalter fungieren, damit eine andere HTML-Seite transkludiert werden kann. Eine Transklusion bezeichnet die Methode, andere Bausteine in die bestehende Seite einzubauen. Demnach hat ein Frame die Aufgabe, eine externe HTML-Seite in der aufgerufenen HTML-Seite zu präsentieren. Als Frame wird das Segment definiert, das zur Transklusion genutzt worden ist.

Frames in der Verwendung

Erstmals wurde die Frame-Technik von Netscape eingesetzt und im Navigator 2.0 etabliert. Mittlerweile werden Frames von den meisten Browsern unterstützt und werden aufgrund ihrer Vorteile in einem breiten Umfang genutzt. Dennoch lässt sich beobachten, dass die Frame-Technik von professionellen Seiten weitgehend gemieden wird. Zudem raten Experten aus dem Bereich "Gebrauchstauglichkeit" davon ab, Frames auf HTML-Seiten einzusetzen.

Vorteile der Frame-Technik

Befürworter argumentieren, dass die Möglichkeit zur parallelen Darstellung mehrerer Einzeldokumente erst durch Frames möglich wird. Auf diese Weise gelingt es, die zu übertragende Datenmenge zu reduzieren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass mit der aktuellen Frame-Technik eine flexiblere Navigation bereitgestellt wird. So ist es beim Einsatz mehrerer Frames möglich, nur in dem aktuell verwendeten Frame zu scrollen. Weitere Frames bleiben davon unbeeinflusst, wodurch der Vergleich von Inhalten erleichtert wird. Schließlich ist ein Frame von Vorteil, wenn Inhalte aus verschiedenen Quellen miteinander kombinieren werden sollen.

Kritik

Ein wichtiger Kritikpunkt besteht darin, dass es mit Frames möglich wird, sich fremde Webseiten zueigen zu machen. Damit geht ein Rechtsstreit einher, der die Urheberrechte des betroffenen Webseitenbetreibers betrifft. Im Mai 2013 bestärkte der Bundesgerichtshof die urheberrechtliche Zulässigkeit des Framing. Das endgültige Urteil des Europäischen Gerichtshofs steht aber noch aus. Ein weiteres Problem besteht in der Adressierung. Gewöhnlich wird im Browser die HTML-Seite angezeigt, die ursprünglich aufgerufen wurde. In der Adressierung werden Frames dagegen ausgelassen. Dies geht mit weiteren Schwierigkeiten bei der Auffindbarkeit von Frames einher, wodurch unter anderem auch die entsprechende Suchmaschine in Mitleidenschaft gezogen wird. Ein weiterer Nachteil geht mit der Suchmaschinenoptimierung einher. Durch den Einsatz von Frames wird die Besucherstatistik verfälscht. Jeder Frame-Aufruf führt zu einem Aufruf der übergeordneten HTML-Seite. Bei einem einzigen Frame kann sich die Besucherzahl sogar um ein Vielfaches erhöhen, obwohl nach der übergeordneten HTML-Seite nicht gesucht wurde.