Google Analytics anonymisieren

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Google Analytics gehört bei Betreibern von Websites und Blogs oft noch zur ersten Wahl, wenn sie die Besucher der Homepage nach verfolgen und eindeutige Statistiken darstellen lassen wollen. Allerdings lauern hier rechtliche Fallen, sodass es einige Vorkehrungen zu treffen gilt. Google Analytics kann dabei ebenso nützlich wie gefährlich sein: Viele Blogger und Webmaster wurden bereits abgemahnt, weil sie Googles Dienst nicht anonymisiert haben. Warum das nötig ist und wie das geht, wird im Folgenden dargestellt.

Warum ist eine Anonymisierung von Google Analytics notwendig?

Google Analytics ist ein sehr mächtiges Tool, welches allerdings in Teilen gegen die Datenschutzgesetze in Deutschland verstößt. Um ausgewertete Statistiken bereitstellen zu können, speichert der Dienst Daten der Besucher, unter anderem auch die IP-Adresse. Nach dem Datenschutzgesetz dürfen personenbezogene Daten nur erhoben und verarbeitet werden, wenn der Dateninhaber einwilligt oder das Gesetz es ausdrücklich erlaubt. Nach Ansicht der Datenschützer der Länder sind auch IP-Adressen der Besucher als solche personenbezogenen Daten zu werten. Eine Einwilligung kann beim ersten Besuch einer Website nicht vorliegen, da die IP-Adresse bereits erfasst wird, bevor der Nutzer selbst handeln kann. Auch eine gesetzliche Erlaubnis ist nicht gegeben.

Eine Lösung stellt das Anonymisieren der IP-Adressen der Besucher seitens Google Analytics dar. Dabei werden die letzten 8 Bit der IP verschleiert und somit für Google oder andere Dienste unkenntlich gemacht. Eine Identifizierung des einzelnen Nutzers ist so nicht mehr möglich. Somit gilt die IP-Adresse nicht mehr als personenbezogenes Datum.

Wie funktioniert die Anonymisierung von Google Analytics?

Google bietet eine eigene Zeile an, die in den bereits im Header der Website vorhandenen Tracking -Code eingefügt wird. Die Stelle ist abhängig davon, ob noch das Classic Analytics (ga.js) oder bereits das neue Universal Analytics (analytics.js) verwendet wird.

Wer Classic Analytics verwendet, kann folgenden Code von Google nutzen:

<script type="text/javascript"> var _gaq = _gaq || [];

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXXX-XX']);
_gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
_gaq.push(['_trackPageview']);
(function() {
var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
})();

</script>

Für Universal Analytics wird von Google folgender Code vorgegeben:

<script> (function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){ (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o), m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m) })(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga');

ga('create', 'UA-XXXXXX-XX', 'ihremusterdomain.de'); ga('set', 'anonymizeIp', true); ga('send', 'pageview'); </script>

Die fett gedruckte Zeile sorgt letztlich für die Anonymisierung der IP-Adressen. Wichtig ist dabei, dass diese Zeile vor den Befehlen "track pageview" beziehungsweise "send pageview" gesetzt wird, damit die Maskierung der IP bereits vor dem Absenden der Daten an den Server greift. Zu beachten ist außerdem, dass der Tracking -Code zwar auch im Google Analytics Konto eingesehen werden kann, falls dieser in eine frische Website eingesetzt werden soll. Dieser enthält jedoch keine Anonymisierungsfunktion. Das bedeutet, dass die besagte Zeile für jede Website von Hand eingesetzt werden muss.