Google Books

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Google Books (deutsch Google Bücher) ist eine digitale Bibliothek des Suchmaschinenbetreibers Google. Mittels Google Books können Internetnutzer innerhalb der gewohnten Suchoberfläche von Google eine weltweite Volltextsuche nach Inhalten von Millionen digitalisierten Büchern durchführen. Als Ergebnis der Suche werden gescannte Buchseiten meist in einer durch OCR bearbeiteten Form angezeigt.

Aufgrund der Kooperation mit verschiedenen Verlagen und Bibliotheken (z.B. Bibliothek der University of Michigan, US-Universitätsbibliotheken der Harvard University und der Stanford University, New York Publik Library u.v.m.) verfügt Google Books über einen sehr großen, in seinem genauen Umfang allerdings unbekannten Digitalisierungsbestand. Nach offiziellen Angaben möchte Google jedoch bis zum Jahr 2015 15 Millionen Bücher in seine digitale Bibliothek aufnehmen.

Beschränkte Nutzung von Google Books

In der Regel wird Internetnutzern nicht der gesamte Buchinhalt eines digitalisierten Buchs, sondern nur ein stark begrenzter Teilausschnitt in der Form einzelner gescannter Buchseiten angezeigt. Verfügt der Internetnutzer über einen Google Account und ist er während der Google Buchsuche eingeloggt, erhält er eine ungleich größere, dennoch aber beschränkte Seitenauswahl angezeigt, die allerdings einem bestimmten Tageskontingent unterliegt.

Kritik

Google Books ist vielfach, insbesondere jedoch wegen der Bereitstellung zahlreicher urheberrechtlich geschützter Bücher, in Kritik geraten. In der Vergangenheit wurden zahlreiche Klagen gegen Google Inc. angestrengt. Einen großen Bekanntheitsgrad erreichte insbesondere eine Sammelklage US-amerikanischer Verlage und Autoren, die mit einem Vergleichsvorschlag, dem sog. Google Settlement, endete, der eine finanzielle Entschädigung auch von nicht-amerikanischen Verlagen und Autoren beinhaltete.

Erst im November 2013 wurde zudem eine weitere auf den Vorwurf der Verletzung von US-Urheberrecht gestützten Klage der US-Autorenvereinigung Authors Guild abgelehnt, mit der Begründung, das Handeln Googles wäre durch das Fair-Use-Prinzip geschützt. Nicht nur die Verlage und Autoren selbst würden durch neue Einnahmequellen und Leser von Google Books profitieren, vielmehr habe diese, so heißt es in der Urteilsbegründung des entscheidenden US-Richter Chin, für die ganze Gesellschaft einen Nutzen.


Einzelnachweise

 Richter setzt Streitparteien unter Druck, zeit.de., 09. April 2010. Abgerufen am 14. März 2014.
 Copyrights: Google darf Millionen Bücher digitalisieren, spiegel.de, 15. November 2013. Abgerufen am 14. März 2014.