Linkjuice

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Der Ausdruck Linkjuice (deutsch Linksaft) steht im Zusammenhang mit der Verlinkung einer Webseite und bezieht sich auf die positiven Eigenschaften einer Seite, die über die Verlinkung an eine oder mehrere interne oder externe Seiten vererbt werden können. Zu den Eigenschaften, die so übertragen werden können, gehören beispielsweise der PageRank, der TrustRank und der verlinkte Content. Dabei bestimmt die Anzahl und Art dieser positiven Eigenschaften, wie stark ein Link zu bewerten ist. In diesem Zusammenhang ist auch von Linkkraft die Rede.

Wie viel Linkjuice an die verlinkte Seite vererbt wird, hängt davon ab, wie viele Links auf die betreffende Seite verweisen und wie stark die eingehenden Links sind. Dabei gilt: Je stärker die Links sind und je weniger ausgehende Links die linkgebenden Seiten aufweisen, desto mehr Linkjuice wird an die verlinkte Seite weitergegeben. Regelmäßig verfügt hierbei die Startseite über die meiste Linkkraft, die an die verlinkten Unterseiten weitergegeben wird.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Da die Verteilung von Linkjuice innerhalb einer Webseite Suchmaschinen wichtige Informationen über die Seitenarchitektur und die Relevanz der einzelnen Seiten liefert, ist sie von entscheidender Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung.

Insbesondere die interne Verteilung von Linkjuice ist steuerbar. Je nach Relevanz einer Seite sollte im Wege der internen Verlinkung Linkjuice an diese vererbt werden oder bei bestimmten Seiten, die, wie etwa AGB- oder Impressumsseiten, eine vergleichsweise geringe Relevanz aufweisen, Vorkehrungen eingerichtet werden, damit diese keinen Linkjuice erhalten, wenn auf diese verlinkt wird. In der Vergangenheit war hier das Nofollow-Attribut das Instrument der ersten Wahl.

Dieser Zweckentfremdung des Nofollow-Attributs, das vielfach verwendet wurde, um den PageRank innerhalb einer Webseite zu steuern (sog. PageRank-Sculpting), ist Google 2009 mit einer Änderung seines Algorithmus entgegengetreten. Diese Algorithmus-Änderung hatte zur Folge, dass man mit dem Nofollow-Attribut zwar erreichen konnte, dass die verlinkte Seite keinen Linkjuice erhält (Nofollow Link). Die linkgebende Seite gab jedoch nach wie vor Linkjuice ab, der Linkjuice lief demnach ins Leere. Heute werden daher andere Instrumente eingesetzt, um die Verteilung von Linkjuice innerhalb einer Webseite zu steuern, wie z.B. JavaScript oder die Hinterlegung einer entsprechenden Anweisung per robots.txt-Datei.