Redirect

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Bei „Redirects“ handelt es sich um automatische Weiterleitungen von einer Webseite zu einer anderen. So sollen User auf den richtigen Pfad zurückkehren oder Browserweichen für die richtigen Sprachvarianten oder Monitoransichten sorgen. Gründe solche „Redirects“ einzusetzen gibt es also viele.

Gründe für „Redirects“

Umzug einer Webseite Verschiedene Domains bzw. Subdomains sollen auf den gleichen Content (Inhalt) verweisen (unique content). Um Duplicate Content zu vermeiden, werden „Redirects“ eingerichtet. Technische Gründe des CMS- oder Shopsystems bedingen „Redirects“ Weiterleitung des Users mittels Flash-Erkennung auf eine dementsprechend Flash basierte Seite Weiterleitung des Users von optimierter Eingangsseite auf den eigentlichen Inhalt

Typen von „Redirects“

Ebenso zahlreich wie die Gründe sind auch die Möglichkeiten der Realisierung eines solchen „Redirects“. Im Folgenden sind die am häufigsten angewandten Techniken erklärt:

Header Redirect

Google selbst empfiehlt den saubersten unter den „Redirects“, den Header-Redirect, denn er bietet die transparenteste Lösung und verschleiert die Herkunft der Seite nicht. Folgende Varianten bieten sich an:

Variante .htaccess

Www.domain-X.de soll auf www.domain-Y.de weitergeleitet werden, also wird auf www.domain-X.de eine Datei namens .htaccess angelegt. Da man diese .htaccess in Windows nicht aus dem Explorer heraus anlegen kann, ist die ihre Bennenung ersteinmal egal, man kann sie auf dem Server schlussendlich umbenennen. In der .htaccess wird dann Folgendes hinterlegt: Redirect permanent / http://www.domain-Y.de/ Damit wird jede Anfrage auf www.doamin-X.de auf www.domain-Y.de weitergeleitet. Durch den Ausdruck “permanent” wird ein 301er Redirect erstellt.

Variante php-header

Auch in PHP kann solch ein Redirect ausgesteuert werden, beispielsweise bei der Weiterleitung auf verschiedenen Sprachvarianten nach einer Abfrage beim User. Dieses könnte dann so aussehen: <?php header("HTTP/1.1 301 Moved Permanently"); header("Location: http://www.domain-Y.de/"); header("Connection: close"); ?>

Variante per mod_rewrite

Ist auf dem Server mod_rewrite aktiviert, ist auch hier der Einsatz einer Weiterleitung denkbar, bspw. So: RewriteEngine On RewriteRule ^(.*)\.html$ http://www.domain-Y.de/$1.html [R=301,L]

Um welche Variante es sich bei einer Header-Weiterleitung handelt, kann man mittels einer Analyse mit dem HTTP Status Code Checker herauszufinden.

Frame-Redirect

Ein „Redirect“ kann auch mittels eines Frame-Redirects gelöst werden. Dazu wird die Webseite in einen Frame gepackt. Domain A enthält exakt die gleiche Seite wie Domain B. Abgesehen davon, dass diese Methode nicht besonders suchmaschinenfreundlich ist, leidet auch die Usability (Benutzerfreundlichkeit) Der User sieht die Seite immer in einem Rahmen und er kann Unterseiten nicht bookmarken, da sich die Adresszeile beim Surfen auf der Seite nicht ändert und das Setzen eines sinnvollen Lesezeichens so unmöglich ist. Manchmal ist eine andere Realisierung jedoch nicht möglich bzw. ein Frame unabdingbar. Realisiert wird der Frame-Redirect via index.html auf der entsprechenden Domain, das könnte beispielsweise so aussehen: <html> <head> <title>Beispiel Frame-Redirect</title> </head> <frameset cols="100%,*" rows="*" frameborder="0" border="0"> <frame src="http://www.domain-y.de/"> </frameset> </html>

Meta-Refresh

Ein Meta-Refresh sollte nur eingesetzt werden, wenn er dem User einen wirklichen Nutzen bietet. Vollkommen sinnlos und von Google abgestraft wird der Meta-Refresh, wenn der User durch die Webseite getrieben wird, weil sich nach beispielsweise 5 Sekunden eine neue Unterseite lädt. Sinnvoll ist ein Meta-Refresh z.B. wenn er dem User in einem Login geschützten Bereich nach dem Speichern von Daten ein Betätigen des Buttons „Weiter“ erspart. Eingebaut zwischen die head-Tags (Heading Tag könnte das beispielsweise so aussehen: <meta http-equiv="refresh" content="5;url=http://www.domain-Y.de/"> Der temporäre 302er Redirect Der 302er Redirect ist anders als die zuvor erwähnten Redirects keine permanente Weiterleitung, sondern eine temporäre und besagt, dass die Site vorrübergehend nicht erreichbar ist.

JavaScript Redirects

JavaScript-Weiterleitungen sind generell mit Vorsicht zu einzusetzen, da sie gegen die Richtlinie einer Suchmaschine verstoßen und damit zu einer Indexierung, einem Ausschluss einer Webseite führen können. Ein weiteres Manko: der User muss im Browser JavaScript aktiviert haben. Beispiel: <script type="text/javascript">

URL-Hijackings

Von externe Links (Eingehender externer Link)auf die eigene Webseite, die mit Weiterleitungen arbeiten, sollte Abstand genommen werden, denn sie bergen die Gefahr des URL-Hijackings: Wird nämlich eine Webseite über eine Weiterleitung und nicht direkt verlinkt, dann kann es passieren, dass in den Suchergebnissen von Google die Seite mit der Weiterleitung die eigentliche Zielseite ersetzt. Dieser Effekt tritt vor allem dann auf, wenn die Seite mit dem ausgehenden Link über eine hohe Linkpopularität und einen hohen PageRank verfügt.