DMOZ

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DMOZ ist ein von freiwilligen Editoren bearbeitetes frei zugängliches Internet-Verzeichnis, auch als Open Directory Projekt (ODP) bekannt. Es katalogisiert Webadressen und versteht sich selbst als umfassender Katalog des Internets.1 Die Links werden als Open Content in thematisch geordneten Kategorien sowie nach Ländern und Regionen sortiert veröffentlicht und mit einer Kurzbeschreibung der verlinkten Webseite versehen. Sowohl die Eintragung von Webseiten in das Verzeichnis als auch die Datennutzung durch Internetnutze sind kostenfrei möglich. DMOZ steht in 60 Sprachen zur Verfügung.

Allgemein

Das Open Directory Project ist ein im Jahr 1998 unter dem damaligen Namen Gnuhoo (später Newhoo) ins Leben gerufenes Projekt, das kurze Zeit nach seiner Gründung von Netscape gekauft wurde, das selbst wenig später von AOL gekauft wurde. Heute wird das Open Directory Project von AOL gemeinsam mit dem Fusionspartner Time Warner unter dem Namen DMOZ, (abgeleitet von directory.mozilla.org) betrieben.

Die Gründung des Open Directory Projects erfolgte zum einen mit der Zielsetzung, Inhalte aus dem Internet für Internetnutzer leichter und insbesondere frei, d.h. ohne Erhebung einer Gebühr, zugänglich zu machen, zum anderen mit Blick auf die zum Teil mangelhafte Qualität und Aktualität anderer Verzeichnisse im Internet.

Heute erfährt das Open Directory selbst aufgrund mangelnder Aktualität seines Verzeichnisses Kritik. Hintergrund ist, dass in vielen Kategorien nicht ausreichend Editoren zur Verfügung stehen, um die Vielfalt an Webseiten, die im heutigen Internetzeitalter immer schneller entstehen, in das Verzeichnis aufnehmen und die Kategorien aktualisieren zu können. Teilweise müssen sehr lange Bearbeitungszeiten in Kauf genommen werden.

Anmeldung

Ein Eintrag bei DMOZ setzt eine vorherige Anmeldung voraus. Hintergrund ist, dass eine für das Open Directory Project vorgeschlagene Webseite durch Editoren begutachtet wird, bevor eine Eintragung in das Verzeichnis erfolgt. Hiermit soll der hohe Qualitätsstandard des Open Directory Projects gesichert werden. Auf dmoz.org kann ein Leitfaden zur Anmeldung abgerufen werden, der alle Regularien hinsichtlich der Anmeldung aufführt. Dieser enthält zum einen Anforderungen und Vorschriften in Bezug auf die anzumeldende Webseite. So ist es beispielsweise untersagt, Spiegel-Seiten (mirrors), Webseiten mit identischem oder ähnlichem Inhalt, Webseiten mit illegalem Inhalt oder Webseiten, die größtenteils aus Partner-Links bestehen, anzumelden. Ein wichtiger Schritt ist die Auswahl der passenden Kategorie für die anzumeldende Webseite. Die Auswahl einer relevanten Kategorie erfolgt durch den Nutzer selbst. DMOZ behält es sich jedoch vor, die Anmeldung im Falle der Auswahl einer unpassenden oder irrelevanten Kategorie abzulehnen. Über den Link „URL vorschlagen“ gelangt der Nutzer im Anschluss an die Kategorienauswahl zum Anmeldeformular, das u.a. eine kurze Beschreibung der anzumeldenden Webseite erfordert. Ein Editor des Open Directory Projects begutachtet im Anschluss an die Anmeldung die angemeldete Webseite und entscheidet, ob diese in das Verzeichnis aufgenommen wird. Dieser Vorgang kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.2 Ein Anspruch auf Eintragung besteht nicht.

Nutzung von DMOZ-Daten durch Google

Google greift für die Darstellung der Snippets in seinem Suchindex auf die Daten aus dem Open Directory Project zurück. Dies gilt insbesondere dann, wenn auf der jeweiligen Webseite keine verwendbaren Daten zur Verfügung gestellt wurden. Um zu verhindern, dass entweder nur Google oder generell alle Suchmaschinen die Daten aus dem Open Directory Project nutzen, kann ein entsprechender Meta Tag im Quellcode hinterlegt werden.

SEO-Relevanz

Während früher ein Eintrag bei DMOZ sicherlich einen großen Einfluss auf das Ranking bei Google hatte, ist die Bedeutung von Backlinks, die über das Webverzeichnis generiert werden bzw. deren Auswirkungen auf das Ranking bei Google unter SEO`s umstritten. Google selbst betont, dass ein Link von DMOZ grundsätzlich keinen höheren Stellenwert hat, als Links von anderen Quellen. Wenngleich darüber hinaus auf den hohen PageRank des Open Directory Projects verwiesen wird, der sich möglicherweise stärker auf den PageRank einer Webseite auswirke, wird zugleich die Bedeutung etwas zurückgenommen, indem betont wird, dass sich Links von anderen Seiten, bei entsprechender Qualität, noch stärker auf den PageRank auswirken können.3

Einzelnachweise

1 Vorschlagen von Sites für das Open Directory. http://www.dmoz.org/docs/de/add.html. Abgerufen am 22. Mai 2014. 2 Braucht man heute noch einen DMOZ-Eintrag? googlewebmastercentral.de.blogspot.de Abgerufen am 22.05.2014 3 Vorschlagen von Sites für das Open Directory. http://www.dmoz.org/docs/de/add.html. Abgerufen am 22. Mai 2014.