Seitenumzug: Wie Ihr beim Relaunch Rankingverlusten vorbeugt

Es gibt viele Gründe für den Umzug einer Seite oder eines Shops. In den meisten Fällen soll mit dem neuen Domainnamen die Identität der Seite optmiert werden, oder technische Gründe wie ein neues Hosting machen den Umzug notwendig. Teilweise wird auch nur die Seiten- bzw. URL-Struktur verändert. Künstler und Hobby-SEO Martin Mißfeldt hat dies zum Beispiel bei einem seiner Webseiten-Projekte demonstriert – aus brille-kaufen.org wurde brillen-sehhilfen.de. Damit Ihr Umzug auch erfolgreich verläuft, solltet Ihr besonders auf die folgenden fünf Punkte achten.

 

  1. Status Quo der Rankings

 

seo-tipps-zum-rankingverlust-bei-relaunchBevor es an den Umzug geht, lohnt sich der Blick auf die derzeitigen Werte der Webseite. Analysiert zuerst, welche Eurer Unterseiten derzeit schon Google-Rankings haben. Achtet dabei vor allem darauf, welche Eurer Seiten bereits zu lukrativen Suchbegriffen in den Top 10 gelistet sind. Auf diesen Seiten liegt besonderer Fokus, denn sie müssen unbedingt auch nach dem Relaunch ihr Ranking behalten – sonst kann Euer Seitenumzug zum wirtschaftlichen Fiasko werden.

 

Generell solltet Ihr Euch eine Übersicht verschaffen, was Eure Webseite bisher rankingtechnisch leistet und wo thematisch ihre Stärken liegen. Wenn diese Inhalte nicht vernünftig umgezogen werden, geht es nach dem Relaunch mit Eurer Webseite bergab. Achtet auch auf schon vorhandene 404-Fehler. Mit OnpageDoc könnt Ihr schnell feststellen, wo Unterseiten nicht mehr vorhanden sind. Diese Fehler solltet Ihr vor dem Relaunch ausmerzen, sonst nehmet Ihr diese beim Umzug nur mit und verbessert nichts.

 

  1. Für wen muss ich meine Webseite optimieren?

 

Der nächste Schritt führt zu Google Analytics, das Ihr hoffentlich bereits einsetzt. Aber schaut Ihr auch regelmäßig rein? Wisst Ihr, wie viele Nutzer über einen Desktop-Rechner, ein Smartphone oder ein Tablet auf Eure Webseite kommen? Oder in welchem Browser Eure Webseite am häufigsten, am zweithäufigsten und am dritthäufigsten aufgerufen wird? Hier lässt sich zum Beispiel anhand der Nutzerzahlen, Absprungraten und Verweildauer ermitteln, in welchen Bereichen noch Optimierungsbedarf besteht. Wenn viele Eurer Besucher über das Smartphone vorbeischauen, aber die Abbruchrate ziemlich hoch ist, wird Eure Webseite nicht vernünftig mobil-optimiert sein. Das sind alles Herausforderungen, die beim Relaunch zu beheben sind. Schließlich führen schlechte Nutzer-Signale auf Dauer auch zu schlechteren Rankings und schlussendlich zu weniger Anfragen und Umsatz. Die Analytics-Daten der vorliegenden Webseite zeigen ganz gut, dass sie besser für mobile Endgeräte vorbereitet sein sollte.

Google Analytics Relaunch

  1. Weiterleitungen einrichten

 

Der wichtigste Punkt des ganzen Relaunchs: Damit Nutzer und Suchmaschinen nicht ins leere laufen, müsst Ihr die bisherigen indexierten Unterseiten auf die neuen entsprechenden Unterseiten umleiten. Auf diese Weise weiß Google Bescheid, dass zum Beispiel die Unterseite beispielseite.de/website-relaunch nicht mehr vorhanden ist, aber die Unterseite beispielseite.de/webseite-umziehen die selben Inhalte bietet. Dafür müsst Ihr mittels einer 301-Weiterleitung dem Google-Bot mitteilen, dass die alte Unterseite permanent zur neuen URL umgezogen ist. Wie fatal es sein kann, wenn dieser Schritt nicht erfolgt, haben wir kurz im Artikel „Shop-Optimierung (2)” vorgestellt.

 

Selbst große Shops machen große Fehlern beim Relaunch

 

Karstadt hatte bei seinem Relaunch mit heftigen Rankingverlusten zu kämpfen, weil keine Weiterleitungen von den alten URLs auf die neuen vorgenommen wurden. Und nichts zerstört das Vertrauen und die Geduld der Nutzer schneller, als wenn sie ständig Fehlerseiten ausgespielt bekommen. Übrigens sind die Weiterleitungen eines der größten Probleme, wenn es um den Relaunch geht. Auch große Webseiten haben hier mit Problemen zu kämpfen. Neben dem erwähnten Karstadt-Beispiel wurde beim Relaunch der FNB Online Banking Webseite anscheinend niemand mit der Weiterleitung der alten Domains beauftragt. Das Resultat sehet Ihr in diesem Artikel.

 

Da dieser Punkt sehr technisch und gerade bei großen Seiten nervenaufreibend ist, sind hier oftmals Experten vonnöten. In unserem Wiki-Artikel findet Ihr wichtige Grundinformationen für 301-Weiterleitungen. Schenkt diesen Weiterleitungen die größte Aufmerksamkeit, um Rankingverluste bei Eurem Relaunch zu vermeiden.

 

  1. Sagt Google “Bescheid”, wenn Eure Domain komplett umzieht

 

Wenn Ihr im echten Leben umzieht, sagt Ihr natürlich beim Einwohnermeldeamt Bescheid, dass Ihr nun unter einer neuen Adresse zu finden seid. Das gleiche Prinzip gilt für das Netz und die übermächtige Suchmaschine. In den Google Webmastertools könnt Ihr die Suchmaschine darüber informieren, wenn Eure Webseite auf eine neue Domain umgezogen ist und sich mehr als die URL-Struktur geändert hat. Neben 301-Weiterleitungen haben Ihr damit ein weiteres Mittel zur Hand, um schnelles Crawlen der neuen Domain zu fördern. So beugt Ihr nicht nur Rankingverlusten vor, sondern könnt direkt mit neuen Inhalten Rankingschübe mitnehmen, da die Domain teilweise von Google als „fresh“ eingestuft wird.

 

  1. Verliert beim Relaunch das Ziel nicht aus den Augen

Ein Relaunch ist aufregend: es gibt ein neues Design, neue URL-Struktur, neue Webseiten-Bereiche usw. Bei all der Aufregung vergessen manche Betreiber aber, was das Ziel des Relaunches sein soll. Möchtet Ihr die Verweildauer der Nutzer erhöhen? Käufe steigern? Oder habt Ihr komplett andere Ziele? Auf diese Ziele muss der Relaunch ausgerichtet sein. Falls Eure Webseite nach dem Relaunch kein klares Profil oder einen klaren Nutzen aufzeigt, werden sich Rankingverluste einstellen oder noch schlimmer: Monetäre Verluste. Der Shop M & S musste dies nach seinem Relaunch feststellen, als die Verkäufe einbrachen. eCommerce-Experten zählten einige Fehler, zum Beispiel eine Webseite, die wie eine Mischung aus Fashion-Magazin und Shop aussieht. Auch, die Beschriftung des Buttons „Add to Cart“ in „Your Bag“ zu ändern, sorgte für Probleme. Habt Euer Ziel klar vor Augen und richtet die Webseite am Mehrwert des Nutzers aus. Verwirrt diesen nicht unnötig und stellt den Zweck Eurer Webseite in der Vordergrund.

 

Mit Planung und gesundem Menschenverstand könnt Ihr Rankingverlusten beim Relaunch vorbeugen. Legt rechtzeitig Strategie und Ziele des Relaunches fest. Vergesst auf keinen Fall die Weiterleitungen und macht vorab eine umfassende Status quo-Analyse Eures Shops oder Eurer Webseite, bevor Ihr die Struktur oder Domain gänzlich ändert.

 

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