Wann kommt Penguin 3.0?

penguin3-update-tipps-von-onpagedocEigentlich war der O-Ton der bunten Suchmaschine immer: wir bringen keine großen Updates kurz nacheinander raus. Wahrscheinlich wollte Google damit testen, wie sich eine größere Algorithmus-Änderung für sich allein auswirkt. Denn zwei massive Eingriffe kurz hintereinander geben natürlich keinen objektiven Blick, wie und warum sich die SERPs ändern. Aber dann kam der Mai 2014 und Google brach mit seiner eigenen Regel. Ein neues Payday Loan und Panda Update erschienen nur wenige Stunden getrennt und versetzten die SEO-Welt mal wieder ins Stauen. Kaum waren diese beiden eher onpage-lastigen Updates draußen fragte man sich sofort: und wann kommt Penguin 3.0? Denn das alte, eher offpage-lastige Update 2.1 ist immerhin schon über 10 Monate alt. Viele Experten gehen davon aus, dass auch die dritte Version des Penguin Updates in der zweiten Jahreshälfte 2014 erscheinen wird. Trotz intensiver Recherche lässt sich nicht 100prozentig sagen, wann das Release von Penguin 3.0 nun genau stattfinden wird. Noch ist auch unklar, ob dieses Backlink-Update tatsächlich unter dem Namen „3.0“ oder eher „2.2“ firmieren wird. Das hängt davon ab, wie stark Google seinen Algorithmus in dieser Richtung verändert oder vielleicht einfach nur verbessert und weiterentwickelt.

Was bedeutet das Penguin Update eigentlich?

Um es mit einfachen Worten zu sagen: in aller erster Linie bedeutet das Penguin Update Stress für den Seitenbetreiber oder Webmaster. Seit dieses Google-Update zum ersten Mal im April 2012 erschienen ist, haben SEOs und Betreiber einer Website gleichermaßen das Fürchten vor dem possierlichen Tierchen mit dem gelben Schnabel und kurzen Flügelchen bekommen. Aber warum eigentlich? Ganz einfach: jeder Suchmaschinenoptimierer weiß, dass Backlinks einen großen Einfluss auf das Ranking in der bunten Suchmaschine haben. Also haben sich findige SEOs gedacht: OK, dann setzen wir jetzt möglichst viele externe Links und pushen damit die Website in den Suchergebnissen nach vorn. Und einige Jahre hat eben diese Taktik super funktioniert – bis der Pinguin kam. Denn dieses Update wurde speziell dazu programmiert, um künstliches und unnatürliches Linkbuilding aufzudecken und abzustrafen. Google ist in den letzten Jahren immer besser geworden, um Blackhat-SEO zu erkennen, denn nichts anderes ist ein gezielter Linkaufbau. Aber nicht nur die Quelle des externen Links kann einer Website schaden.

Künstliche Backlinks und „falsche“ Ankertexte sind ein Problem

Ebenfalls relevant für das Penguin Update sind die Ankertexte der Verlinkung selbst – oder anders gesagt: <a>das ist ein Ankertext</a>. Denn auch hier wurde in den letzten Jahren (zu) viel (über)optimiert. Google möchte vor allem, dass Backlinks auf natürliche Weise entstehen, sprich dass man hochwertigen Content produziert und andere Seitenbetreiber freiwillig und aus eigenem Antrieb diesen Inhalt verlinken. Es wäre daher sehr unwahrscheinlich, dass alle freiwillig gesetzten Links mit immer dem gleichen Ankertext entstehen würden. Daher hat Google seinen Penguin auch darauf abgerichtet, bei den verlinkten Worten auf ein gewisses Muster zu achten. Zeigen beispielsweise 80% der eingehenden Follow-Links mit dem harten Ankertext „Suchmaschinenoptimierung“ auf die eigene Website, läuft man Gefahr durch Penguin abgestraft zu werden.

Was haben wir aus Penguin 1.0 und 2.0 gelernt?

Während das erste Penguin-Update vom April 2012 massiv eingeschlagen ist und viele SEOs kalt erwischt hat, so war die zweite Version davon eher ein Schonprogramm. Das letzte Penguin-Update wurde im Oktober 2013 ausgerollt und gerade einmal 2% aller Websites waren davon betroffen (nach Google-Angaben). Eines der beliebtesten Google-Dienste nach Erscheinen dieses Updates war das disavow-Tool. Denn damit kann man seine Leichen aus dem Link-Keller freiwillig abwerten und aus seinem Linkprofil verbannen. Das klingt erst einmal einfacher, als es tatsächlich ist. Denn vorerst wird von einem Seitenbetreiber erwartet, dass er die Webmaster der Linkquellen anschreibt und um manuelle Löschung der Verweise bittet. Erst wenn keine Reaktion oder Löschung erfolgt, sollte man das disavow-Tool nutzen und Google um Mithilfe bitten. Wenn man sich nun vorstellt, dass einige SEOs und Agenturen aktives Linkbuilding über Jahre betrieben haben, so kann das Abbauen von Backlinks eine extrem zeitaufwändige Arbeit werden. Wer also einer Abstrafung durch Penguin 3.0 entgehen möchte, der sollte lieber gleich mit der Bereinigung seines Linkprofils beginnen.

10 Tipps, um Pengiune 3.0 zu entgehen

Damit man keine wertvollen Plätze in den SERPs (Search Engine Result Pages) verliert oder gar mit einer Penalty von Google belegt wird, sollte man systematisch vorgehen und sein Linkprofil säubern. Vor dem ungezielten und großflächigen Abbau von Backlinks ist dringend abzuraten, denn auch das bekommt Google mit, bzw. man durch eine solche Aktion auch nützliche Links verlieren. Der Einsatz eines professionellen SEO-Tools und damit auch eine gezielte Analyse seiner Backlinks ist definitiv der bessere Weg. Hier folgt daher eine Liste mit 10 Tipps für Penguin 3.0:

  1. Da es sich um ein rein automatisiertes Update handelt, wird ein Seitenbetreiber nicht von Google über eine Abstrafung durch Penguin 3.0 informiert (z.B. in den Webmaster-Tools) – man merkt es nur an der verlorenen Sichtbarkeit in den Suchergebnissen.
  2. Eine positive Ranking-Entwicklung durch das Penguin-Update ist nur möglich, wenn die darüber befindliche Website negativ beeinflusst wird.
  3. Es handelt sich beim Pengiune weniger um eine Penalty (Abstrafung), sondern vielmehr um eine Änderung am Algorithmus.
  4. Daher kann durch einen gezielten Abbau von „toxischen“ Backlinks oder das Anpassen von Ankertexten durch Variation eine negative Auswirkung wieder rückgängig gemacht werden.
  5. Der Penguin schaut auch von außen auf deine Website. Keyword-Domains sind daher für neue Projekte nicht mehr wirklich zu empfehlen, die sie in der Vergangenheit (zu) oft mit SPAM in Verbindung standen. Ein cooler Markenname (auch wenn er nichtssagend ist) prägt sich nicht nur leichter ein, sondern stimmt auch Google milde.
  6. Achte unbedingt auf eine überoptimierte URL-Struktur deiner Seite. Gerade bei einer „Transactional Search“, also z.B. einer Suche mit Handlungsabsicht, sollte die Landingpage-URL nicht mit Begriffen wie kaufen, buchen, bestellen, billig und günstig vollgestopft sein – weniger ist mehr.
  7. Die Quelle deiner Backlinks sollte variieren, daher sind nicht nur verschiedene Domains, sondern auch deren IP-Netzklassen entscheidend. Kommen zu viele Backlinks aus dem gleichen Klasse C Netzwerk (z.B. 192.100.1.XXX) so riecht das verdächtig nach künstlichem Linkaufbau.
  8. Nicht nur die Quelle an sich, sondern die Art der Verlinkung ist für das Penguin Update wichtig. Daher sollte dein Linkprofil nicht nur aus den gleichen Short-Tail-Keywords bestehen. Ein natürliches Backlinkprofil enthält auch Verweise ohne dem „harten“ Keyword. Ein Beispiel für einen harten Ankertext ist immer die Verwendung von „Suchmaschinenoptimierung“. Besser wäre es, wenn deine Backlinks auch mit „so optimierst du deine Seite für Google“, „Tipps zur Suchmaschineoptimierung“ oder „SEO für Anfänger und Fortgeschrittene“ benannt wären. Damit zeigst du Google übrigens auch, dass sich deine Website mit einem spezifischen Thema und eben nicht nur einem Keyword beschäftigt.
  9. Google wird in Sachen Semantik immer besser. Daher ist es wichtig, dass die externen Linkverweise auch zum Content deiner Seite passen. Aber Achtung: eine stupide Keyword-Dichte bringt dich hier nicht weiter. Nutze zum Beispiel das WDF-IDF-Tool von OnpageDoc, um ein wenig Varianz in deine Texte zu bekommen.
  10. Nofollow ist „no“ schädlich. Viele SEOs glauben noch immer, dass ein Linkprofil möglichst nur aus Dofollow-Links bestehen müsste. Dass das aber praktisch bei einem natürlichem Profil nie der Fall ist, weiß auch Google und hat seinen Pengiune darauf abgerichtet. Ein „normales“ Backlinkprofil sollte daher immer eine gesunde Mischung aus Text-, Bild-, Follow- und Nofollow-Links aufweisen.

Fazit zum Pengiune 3.0 Update

Zwar kann man noch nicht mit absoluter Sicherheit sagen, WANN das nächste Pengiune-Update kommt. Fakt aber ist, DAS es kommen wird. Es ist daher nicht ratsam, bis zum Release des neuen Algorithmus zu warten, sondern bereits heute Vorkehrung zu treffen, um nach dem Ausrollen des Updates keine böse Überraschung zu erleben – Vorsicht ist besser als Nachsicht.

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